Als die junge Anna nach Jahren in ihren Heimatort zurückkehrt, um ihrer dementen Großmutter beizustehen, erlebt sie unheimliche Dinge. Eine unsichtbare Gestalt scheint sich mit den Beiden im Haus aufzuhalten. Während sich die verstörenden Ereignisse häufen, versucht Anna dem Ganzen auf den Grund zu gehen.
NEIN NEIN NEIN werden sich jetzt viele denken, nicht schon wieder ein Spukhaus. Wir können diese Filme einfach nicht mehr ertragen, zumal sie auch nichts Neues mehr zu bieten haben. Aber keine Sorge, das hier ist kein klassischer Spukhaus Film. Eher geht es darum, was vor vielen Jahren hier stattgefunden hat.
Natürlich sind auch die ein oder anderen typischen Standard-Schocks dabei, etwa das Türen von Geisterhand zuschlagen, aber das sind dann doch eher Nebenschauplätze, denn eigentlich geht es um die Geschichte der Großmutter und der Enkelin.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen spielt auch der ganze Film nur in diesem Haus, welches man von der Architektur schon recht geschickt ausgesucht hat. Insbesondere die Szenen, wo Großmutter umherschleicht und merkwürdige Dinge tut, sind durchaus recht spooky.
Das größte Problem des Filmes sind allerdings seine Effekte, an denen man sieht, dass das Geld doch beschränkt war, denn so wie das etwas merkwürdige Cover sind auch der Rest der FX geworden – allerdings kann man darüber auch hinwegsehen.
Die Hauptdarstellerin ist nicht unsympathisch und auch Großmutter spielt ihre Rolle sehr gut. Die Auflösung ist dann etwas überraschend, weil der Zuschauer vorher in eine ganz andere Richtung geschickt wurde.
So bleibt unter dem Strich ein grundsolider Streifen ohne größeres Blutvergießen, der angeblich (laut IMDB) so ähnlich wie ELDERLY (vom gleichen Label) sein soll. Dessen Qualität (für mich einer der besten Filme des abgelaufenen Jahres) erreicht er nicht – für einen netten Horror-Abend ist er jedoch durchaus geeignet.