Review

iHaveCNit: Home Sweet Home – Wo das Böse wohnt (2024) – Thomas Sieben – Constantin Film

Deutscher Kinostart: 25.01.2024

gesehen am 29.01.2024

Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 2 – Reihe 16, Platz 14 – 20:20 Uhr

Bevor es für mich in das – kein Wortspiel an der Stelle – letzte Überbleibsel des Januars geht, habe ich mich noch einmal in einen kompakten deutschen Film begeben, der mich alleine vom Trailer ein wenig interessiert und auch ein wenig an „Bed Rest“ aus dem letzten Jahr erinnert hat. Auch wenn Thomas Siebens „Home Sweet Home – Wo das Böse wohnt“ sich durchaus mit seinem inszenatorischen Ansatz von „Bed Rest“ abheben kann.

Marie Welling erwartet zusammen mit ihrem Mann Viktor das erste gemeinsame Kind. Doch neben dem Kind steht auch ein Bauprojekt für Beide an. Das alte Familienanwesen von Viktor soll mit zu einem Bed and Breakfest umgebaut werden. Als Marie einmal alleine in den Abendstunden auf das Anwesen kommt, kommt es schon nach kurzer Zeit zu mysteriösen Zwischenfällen, die ihren Ursprung in einem düsteren Familienkapitel und einer Schuld von Viktors Familie hat und sowohl für Marie als auch das Kind eine Gefahr sein könnte.

Bis auf wenige (sichtbare) Schnitte zu Beginn des Films ist „Home Sweet Home – Wo das Böse wohnt“ als eine Art Plansequenz und One-Shot-Film konzipiert, der in gefühlter Echtzeit seine Handlung ablaufen lässt und mit der Begrenzung auf das Anwesen auch wie ein Kammerspiel wirkt, dass sich teils auch nur auf eine Person fokussiert und sehr minimalistisch wirkt. Dadurch mag sich auch bei mir eine gewisse spannende und interessante Sogwirkung entfaltet haben, jedoch sind die spannenden Schockmomente durchaus ein wenig vorhersehbar und auch in ihrer Umsetzung sehr klassisch für Horrorfilme gewesen. Ebenfalls interessant, aber auch befremdlich ist die Einbindung einer okkulten Familienschuld mit dem Ursprung in der Zeit deutscher Kolonialverbrechen, genau wie ein Teil des Overactings, dass einen positiven Eindruck von der Gesamtkonzeption des Films etwas geschmälert hat.

„Home Sweet Home – Wo das Böse wohnt“ - My First Look – 6/10 Punkte





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