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Ein Paradies unter sengender Tropensonne - Mauritius. Doch auf dem feudalen Eiland spielt die dekadente Jetset-Oberschicht gar nicht nobel: Spielsucht, Bettgeschichten und Mädchenhandel bestimmen einen mörderischen Wettstreit um Reichtum und Macht. Die schöne Privatdetektivin Peggy (OLIVIA PASCAL) soll der edlen Lady Henriette im Kampf um ihren lasterhaften Sohn Michel (PHILIPPE GARNIER) bestehen. Und sie stößt dabei auf einen raffiniert ausgeklügelten Mordplan. Die hemmungslose Silvia, zuerst sinnliche Geliebte von Michel, dann prickelnde Bettgefährtin von dessen Gattin Julie (BEA FIEDLER), will an das Riesenvermögen der großzügigen Lady. Bei der Wohl ihrer Mittel ist Silvia nicht zimperlich: Die steinreiche Adelige und Michel sollen aus dem Weg geräumt werden - um jeden Preis, auch wenn sie dafür mit ihrem wohl proportionierten Körper bezahlen müssen...


Ein Jahr nach ihrem freizügigen Debüt in dem Erotikfilm VANESSA spielt Filmsternchen OLIVIA PASCAL (GRIECHISCHE FEIGEN, SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA) erneut unter der Regie von HUBERT FRANK. Ihr zur Seite stehen Bösewicht ARTHUR BRAUSS (HEISSES PFLASTER KÖLN, PERRAK, LAWINEN-EXPRESS) sowie das Starlet BEA FIEDLER, 1977 Playmate des Monats im Playboy, die in DIE INSEL DER 1000 FREUDEN ihre erste Rolle hatte und zu einer gefragten Darstellerin in deutschen Softpornos der Firma Lisa Film avancierte (DREI SCHWEDINNEN AUF DER REEPERBAHN, DIE NACKTEN SUPERHEXEN VOM RIO AMORE), und vor allem durch ihre Auftritte in den späteren Filmen der Kinoreihe EIS AM STIEL bekannt wurde.

DIE INSEL DER 1000 FREUDEN verspricht, der Handlung nach zu urteilen, ein mörderisches Komplett, sowie Intrigen, Neid und Mord in der High Society. Leider lässt HUBERT FRANKS Film jegliche Erotik und Klasse vermissen, die sein Werk VANESSA auszeichneten. Ein bisschen JESS FRANCO, etwas DAVID HAMILTON, eine exotische Kulisse, banale Dialoge und laienhafte Darsteller, die plump und einfältig durch die Kulissen irren - fertig ist das unbefriedigende Potpourri aus Sex & Crime des Autoren Jean Jacques Duval. Die Inszenierung schwankt dabei zwischen weichgezeichneter Erotik, schmierigen Sexshows, lasziven Lesbensex und plumper Reportfilm-Sexakrobatik - teilweise mit einer ungeschminkten Selbstzweckhaftigkeit, wie man es nur aus einem Hardcore-Streifen erwarten würde.

Ein uninspiriertes Machwerk, dessen Krimielemente vielmehr im Sande des malerischen Strands verlaufen, als den Zuschauer zu fesseln. Der bekommt auch weniger 1000 Freuden geboten, als vielmehr knapp 85 Minuten gepflegte Langeweile mit Hang zur unfreiwilligen Komik.

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