In der New Yorker Unterwelt ist die Hölle los, denn Unwesen treiben dort ihr Unwesen und lassen die dort hausenden Obdachlosen verschwinden und da die Regierung die Sache gerne vertuschen möchte, gehen verschiedene Personen der Sache nach.
Als ich das Cover zu "C.H.U.D. - Panik in Manhattan" sah, war ich voller Vorfreude auf einen trashhaltigen Monsterfilm, denn das abgebildete aus dem Gully lukende Wesen mit den Krallen und leuchtenden Augen ließ mich dies erwarten. Doch leider konnte mich das Werk nur teilweise unterhalten und der große Monsterheulerspaß blieb aus.
Bei der Geschichte handelt es sich um eine solche, wie man sie schon zur Genüge kennt: Monster machen eine Stadt unsicher und die Regierung möchte dies unter den Teppich kehren, was sich ein paar Leute nicht bieten lassen wollen und so die Sache selbst in die Hand nehmen. Wie man später erfährt, hat die Regierung unter der Stadt radioaktiven Müll einlagern lassen, wodurch es zu Mutationen bei den untererdig hausenden Obachlosen kommt, welche daraufhin zum Menschennaschen an die Oberfläche kommen.
Bei den dieser Sache nachgehenden Personen handelt es sich um einen Fotografen und einen Polizeicaptain, der zusammen mit einem Obdachlosenversorger in den Untergrund geht. Diese beiden Erzählstränge werden nebeneinander vorgestellt und es kommt zu ausführlichen Dialogen, Nachforschungen und Diskussionen, wodurch dem Film einiges an Tempo flöten geht, denn Spannung kommt hier nur bedingt auf, inhaltlich werden auch keine Innovationswurzeln geschlagen und da sich der Film sehr ernst nimmt, sucht man gewollte Aufheiterungen vergebens.
In der ersten Stunde haben die Mutanten nur wenig Leinwandpräsenz und sie müssen sich damit begnügen, den Gullydeckel von unten anzuheben und nach Beute zu grapschen, wobei man von den Unholden lediglich vereinzelt mal eine Krallenhand, leuchtende Augen oder gefletschte Zähne sieht. Erst im letzten Drittel dürfen sie stärker wüten, wodurch der Film endlich mal Fahrt aufnimmt und man sieht die Wesen in voller Pracht, wobei die Masken alles andere als furchteinflößend sind, aber immerhin für sympathisch billigen 80er Monsterflair sorgen, ebenso wie die vereinzelten harmlosen Bluteinlagen oder die grünschleimige Mutantenenthauptung.
Was dem Film sehr gut gelingt, das ist der Aufbau einer dichten Atmosphäre, denn die verschmutzte Welt der Obdachlosen und die finsteren unterirdischen Gänge sind stimmig in Szene gesetzt und die passende Musik unterstützt die düstere Grundstimmung.
Insgesamt ist "C.H.U.D. - Panik in Manhattan" allenfalls ein mittelmäßiger Monsterfilm, da er erst im Finale aufdreht und davor mit meist langatmigen Handlungen und Gesprächen bremst. Schade, denn aus der vorhandenen dichten Atmosphäre hätte man mit einer flotteren Story oder besser ausgearbeiteten Monsterauftritten wesentlich mehr herausholen können.