„C.H.U.D. Panik in Manhattan“ aus dem Jahre 1984 ist ein recht amüsanter 80er Jahre Horrorvertreter mit leichtem Ökoanstrich und einigen bekannten Gesichtern. Der richtige Knaller ist es dann aber doch nicht geworden.
Immer mehr und mehr Obdachlose verschwinden spurlos auf den Straßen Manhattans. Als dann auch die ersten „normalen“ Bürger vermisst werden, geht die Polizei der Sache nach und stößt auf einen unglaublichen Skandal. Radioaktiver Müll wurde über Jahre in der New Yorker Kanalisation gebunkert und zeigt nun seine ganze mutierte Pracht.
„C.H.U.D. Panik in Manhattan“ ist relativ unbekannt, dennoch nicht gerade uninteressant. Die soziale Botschaft des Films ist zu jeder Zeit präsent, leider verzettelt sich Regisseur Douglas Cheek zu häufig in den vielen Nebenhandlungen. Er schafft es nicht die unterschiedlichen Handlungsstränge passend zusammenzuführen. Dadurch fehlt es dem Film an einem runden Sehgefühl. Ein nicht immer passender Schnitt verstärkt dieses Gefühl dann leider noch.
Dabei sind die Schauspieler allesamt passend gewählt und keine Unbekannten. Neben John Heard und Daniel Stern spielt u.a. auch John Goodman eine kleine Gastrolle. Alles durchaus souverän ohne Ausfälle. Die gut gewählten authentischen Settings bringen einiges an Atmosphäre mit, leider dudelt die Musik, wenn vorhanden, nur unmotiviert drauf los, weshalb der Trumpf nicht voll ausgespielt werden kann.
Hätte man dann dem Film noch einige Bluteffekte spendiert, hätte wahrlich mehr aus diesem kleinen Gruselstreifen werden können. Die Schnitte der alten deutschen Fassung waren jedenfalls nicht nachzuvollziehen. Ein Schlachtfest sollt daher auch in der uncut Version nicht erwartet werden.
Fazit: Netter kleiner Film, dem es an Action mangelt. Von daher für Horrorfreaks sicherlich interessant, aber insgesamt gesehen etwas zu zahm und langweilig.