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Ein Fotograph (John Heard), ein Polizist und der Koch einer Suppenküche (Daniel Stern) stoßen auf mysteriöse Vorkommnisse mitten in New York. Obdachlose verschwinden, Ehefrauen kehren nicht vom Zigaretten holen zurück und Fußgänger werden in Gullis gezogen. Die Nachforschungen ergeben Schockierendes: durch radioaktiven Abfall, der in der Kanalisation gelagert wurde, kommt es zu fürchterlichen Mutationen. Und wenn in der Kloake keine Nahrung mehr zu finden ist, kommen die Monster an die Oberfläche und holen sich was zu Beißen...

Was Radioaktivität für schlimme Nebenwirkungen haben kann, haben wir bereits in TOXIC AVENGER, GODZILLA und ATOMIC DOG erfahren müssen. New York als Müllkippe. Als von Pennern, Säufern und abgewrackten Typen bewohntes Moloch. C.H.U.D. zeigt New York von seiner am wenigsten glamourösen, widerwärtigen, dreckigen Seite und ähnelt dabei düsteren B-Movies wie MANIAC, COMBAT SHOCK, BASKET CASE und ELMER. Da tropft förmlich die schmierige Schlonze aus der Kanalisation über den Bildschirm. Die Idee vom fleischgewordenen Unrat in Form von "(C)annibalistischen, (H)umanoiden, (U)nbekannten (D)elta-Mutation" (danke für diese Eindeutschung!) wäre an sich echt spitze gewesen. Ihr hätte sogar ein Hauch Sozialkritik angeheftet. Ihre Umsetzung fällt leider nicht so toll aus. So ist die Story Schrott und stinklangweilig erzählt. Die FX sind miserabel. Schleimig, eklig, billig, abgefahren und miserabel. Im Grunde also ganz nett, nur leider viel zu selten. Wirklich gelungen ist die düstere Grundstimmung, die wenig Hoffnung auf ein Happy End zulässt. Zuzumuten ist der Streifen nur dem B-Movie geschulten Auge. Für alle anderen ist er zu crappy und trashig.

Unter den Darstellern findet man John Heard, Daniel Stern (beide bekannt aus KEVIN - ALLEIN ZUHAUS) und in einer klitzekleinen Nebenrolle als Cop, der anzügliche Bemerkungen von sich gibt: John Goodman (BIG LEBOWSKI, ROSEANNE).

Fazit:
Billig und dreckig. Ein Klassiker des Schunds.

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