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Kaum noch fühlbarer Puls ist die Diagnose für den Videohorror Pulse, der mit der Bedrohung durch die allgegenwärtige Elektrizität hausieren geht. Die wechselhafte Spannung in den Anschlüssen, die das E-Werk natürlich ausschließt, sorgt hier für diverse mordlustige Defekte an allerlei Haushaltsgerät.

Warum allerdings derlei Effekte auf so bösartige Art und Weise gegen die Benutzer vorgeht, bleibt ebenso wie jegliche leise Logik außerhalb des Films.
Im Mittelpunkt steht ein Sohnemax, der den Sommer beim geschiedenen Daddy und seiner neuen Verlobten ableistet. Daddy gibt sich alle Mühe, doch muß er immer auf Arbeit sein und die nette Verlobte kann den Kleinen auch nicht erheitern.
Doch ehe das Familiendrama sich entwickeln kann, rauscht es schon in den Leitungen und der Fernseher gibt den Geist auf. Der größte Horror für alle Amerikaner (für Deutsche auch)!

Später passieren noch weitere unerquickliche Dinge, so daß um ein Haar die glückliche US-Familie dran glauben muß. Aber eben nur um ein Haar. Weswegen aber im Zuge der Ereignisse nicht-elektrifizierte Gegenstände wie Duschkabinen und normale Holztüren ebenfalls Widerstand aufbauen, hinterfragen wir hier besser nicht.
Besser da schon die unter Spannungen schmelzenden Leitungen, deren Effekt sich aber auch abnutzt.

Das größte Problem bleibt jedoch die Synchronstimme vom Sohnemann, die dermaßen schrill und quäkig rüberkommt, daß sie jede Szene mit ihm (also wirklich jede) zur Qual macht. Das Ende ist natürlich die Zerstörung des trauten Eigenheims und entbehrt leider jeglicher Raffinesse, sondern liefert nur Standards.

Ergo: ein substanzloser Einheitsgrusler, bei dem der Genrefreund sich mal so richtig langweilen kann. Es könnte aber noch schlimmer kommen. (3/10)

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