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Wer dachte, die filmische Talsohle sei mit der Reihe um „Sharknado“ erreicht gewesen, irrt natürlich gewaltig. Auch Clowns lassen sich an ´nados anheften und wenn selbst das nicht reicht, muss es der Rest in Form aller Monster richten.

Der verschmähte Wissenschaftler Matt entdeckte bereits vor Jahren merkwürdige Vorkommnisse rund um das Bermudadreieck, die sich nun als Tornados offenbaren, welche prähistorische Monster beinhalten. Auf dem Weg zur Regierung findet er Unterschlupf in einem Hotel, wo sich mehrere Gäste der Konfrontation mit Urzeitmonstern ausgesetzt sehen…

Ein nahezu flottes Tempo ist bei einem derartigen Unterfangen absolut notwendig, um zumindest in Ansätzen die Menge an Unzulänglichkeiten zu kompensieren. Dabei steigt der Stoff noch einigermaßen annehmbar ein, als ein Fischer auf seinem Kutter einer undefinierbaren Bedrohung ausgesetzt ist. Als im besagten Hotel jedoch drei grell geschminkte Prostituierte eingeführt werden, die sich als Undercover-Agentinnen („Das sind Pepper und Tina von Interpol!“) entpuppen, wähnt man sich in einer albernen Comedy, die trotz vermeintlich ernst zu nehmender Bedrohungen nie versucht, bewusst lustig zu sein.

Wissenschaftliche Erklärung um magnetische Wellen sind natürlich grundlegender Quatsch und im Weiteren versucht man erst gar nicht zu ergründen, inwieweit EMP einen Einfluss auf jene Kreaturen haben soll. Der Großteil der Handlung spielt sich im Hotel ab, in welches immerhin einige der Monster gelangen: Riesenspinnen, Krokodil, Octopus und Megalodon geben sich nacheinander die Ehre, während in den wenigen Außenszenen vermehrt Haie und kleine Flugsaurier vorzufinden sind.

Die dazugehörigen Effekte schwanken zwischen relativ schlecht und völlig unansehnlich. Bei einigen Erscheinungen gab man sich zumindest noch Mühe mit Texturen und Schatten, doch spätestens zum Finale wirkt der Krake derart schlecht gezeichnet, als hätte die komplette Crew bereits den Glauben an das Projekt gänzlich verloren. Gleichermaßen geraten die Dialoge stets unsinniger, was teils innerhalb von drei kurzen Sätzen offenkundig wird. Er: „Es ist vorbei!“ Sie: „Es ist lange noch nicht vorbei!“ Er: „Ich weiß.“

Dazu passen natürlich die unterirdischen Darstellerleistungen und die entsprechend grottige Synchro, die lieblos dahin gerotzte musikalische Untermalung und die Aussparung von blutigen Effekten, für die das ohnehin schon niedrige Budget nicht mehr reichte.
Wenn eine Riesenkrabbe versucht, das Panzerglas im Hoteleingang zu zerstören, sieht das noch annehmlich aus, wenn jedoch eine Agentin ihre Karte zückt, auf dessen weißer Pappe ausschließlich FBI zu lesen ist (was als Lizenz zum Töten reichen müsste), weiß man nicht mehr, ob man lachen oder heulen soll.
3 von 10


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