Noch bevor sich Regisseur Rhys Frake-Waterfield mit „Winnie the Pooh: Blood and Honey“ auf trashiger Ebene etwas austoben konnte, lieferte er mit vorliegender Alieninvasion sein Regiedebüt. Dabei fällt früh auf, dass man das berüchtigte Area 51 problemlos von Nevada nach Großbritannien verlegen kann.
Trent und Jenny wollen an einer Forschungsstation als Praktikanten einsteigen, an welcher Trents Vater Doug die Überwachung leitet. Doch durch einen Riss entsteht eine Art Wurmloch. Ein Portal, durch das außerirdische Kreaturen in die Basis gelangen. Rasch versucht man, Schutz in einem nahe gelegenen Bunker zu finden…
Mit den ersten Bildern wirft Frake-Waterfield mal gleich seine geballte Inkompetenz in die Waagschale, denn seine CGI-Viecher erwecken nicht gerade den Eindruck souveräner Arbeit am Computer. Die darauf folgenden Figureneinführungen fallen ebenfalls mau aus, so dass ein späteres Mitfiebern nur bedingt gegeben ist.
Das Setting ist recht begrenzt, doch immerhin kann sich die Ausstattung der nicht mehr ganz so taufrischen Bunkeranlage sehen lassen und ein Exkurs in einen Club, damit später noch ein paar Zivilisten mitmischen können geht ebenfalls okay.
Aufgrund des deutlich begrenzten Budgets war es überdies nicht möglich, kollektive Schlachtplatten anzurichten, wodurch sich die Szenerie zunächst auf Einzelangriffe und die Flucht mit dem Auto konzentriert, womit der erste Part der Geschichte ein passables Tempo vorlegt.
Doch innerhalb des Bunkers gerät die Handlung früh ins Stocken, die schwachen Mimen und die talentfreie Synchro stechen negativ hervor und die Dialoge scheinen aufgrund sinnloser Abfolgen eher im Vollrausch entstanden zu sein. Auch die Handlungsweisen einiger Figuren scheinen kindlicher Naivität entsprungen zu sein, denn sobald Figuren von Aliens verfolgt werden, nehmen sie sich ausführlich Zeit, nach wenigen Metern inne zu halten, ob der Vorsprung nicht vielleicht doch zu knapp ausfällt.
Damit es nicht bei den bloßen Angriffen der Monster bleibt, wurde zeitgleich ein Wurmparasit ins Spiel gebracht, was in Sachen FX sogar ansehnlich ausgeführt ist. Entsprechend wechseln Charaktere ihre Persönlichkeit und dezimieren damit nicht nur sich selbst. Allerdings springen kleine Handlungslücken recht deutlich ins Auge, wenn Personen binnen weniger Momente von einen unterirdischen Gang zu einen Steg am Meer gelangen oder der Strom mal ein und mal ausgeschaltet ist.
Immerhin sind die außerirdischen Vehikel differenziert gestaltet, deren Sounduntermalung geht in Ordnung und wenn nicht gerade im Off getötet wird, sind auch mal Enthauptungen oder verbrannte Gesichter auszumachen. Ansonsten ist diesem Debüt deutlich die mangelnde Erfahrung in allen Bereichen anzumerken, - einschließlich jener, um für die kurze Dauer von 81 Minuten genügend Spannung zu schüren.
3,5 von 10