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Zehn Jahre nach einem Zugunglück bekommt ein ausrangierter Zugwaggon einen neuen Untermieter. Der Journalismusstudent Jason McCree sieht in seinem abgelegenen Zuhause Geister, hat mit Vincent Tuttle einen religiös besessenen Nachbarn und eine auf Zucht und Ordnung pochende Vermieterin. Im lächerlichen Zentrum diverser Blödeleien steht allerdings ein amüsierwütiger Dozent und Jason selbst, der sich ebenfalls als Komiker der ganz schlimmen Sorte erweist. Unerwartete Besucher, die den Waggon im Garten betreten, werden vom ruhelosen Geist mit Drähten aus den Sitzen statt mit blutigen Effekten dahingerafft, was nicht gerade ein Gorefest ist. Die kurzen Rückblenden lassen den Aufschluss darüber zu, dass außer dem damaligen Frontalcrash zweier Züge auch anderes im Leben der alten Dame Mrs. Erickson und ihres namenlosen Ehemannes nicht ganz astrein ablief, wobei eine schlüssige Erklärung ausbleibt. Geheimnisvoll wirkt das Rätsel um das Geisterabteil nicht gerade, statt dessen verkorkst ein Haufen billiger Scherze die Atmosphäre, zumal "Sleeping Car" einer dieser Filme ist, bei dem auch schon mal das Mikro im Bild hängt. Im Grunde ist das Drehbuch reichlich platt und unausgegoren, denn während der gescheiterte, geschiedene Reporter mit der jüngeren Kim anbändelt, betreten aus fadenscheinigen Gründen nacheinander die Unsympathen seinen ollen Eisenbahnwagen, um vom Draht aus Sitzen und Betten zugeschnürt zu werden. Erst im Finale zieht Douglas Curtis (Produzent von "Das Philadelphia Experiment") das Tempo an und zeigt zum letzten Mal zwischen seinen hektischen Effektschnittfolgen einige fantasylastige Spezialeffekte, die z.T. aus "Nightmare - Mörderische Träume" geklaut sind. Die dicken Plotlöcher macht das gewiss nicht besser.

Fazit: Geisterwaggon in der Heide killt unangenehme Zeitgenossen. Typische B-Ware. 3/10 Punkten

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