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Der Tod kam durch die Firewall

In diesem Internet-Snuff-Thriller, der sich sehr interessant anhörte, passt eigentlich gar nichts. Die Handlung ist an den Haaren herbeigezogen, was ja nicht weiter schlimm wäre, aber dabei auch extrem unlogisch. So kommen die Hauptdarsteller auf den genialen Trichter, selbst eine Webcam online zu stellen, um die Killer anzulocken. Passenderweise in Paris, wo Claire wohnt, während die beiden anderen in London bleiben…einfach praktisch, falls man mal schnell zur Hilfe eilen wollte, insbesondere, da Furlong zu diesem Zeitpunkt des Films eh arbeitslos ist und sich in der Wohnung hätte verstecken können. Da der Täter aber immer erst einen Virus verschickt, der eine Firewall aufbaut, sodass nur zahlende Kunden mit Passwort dem Mord beiwohnen können, hält man es für unnötig, vorher Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Außerdem geschehen die Morde weltweit und die drei haben es tatsächlich geschafft, trotz eigener Zweifel, die Seite so zu generieren, dass der Killer darauf anspringt. Dies ist extrem unglaubwürdig, zumal auf einmal Furlong bei Claire auftaucht und es zu heißem Online-Sex kommt, wodurch die Site eigentlich komplett aus dem Schema des Mörders gefallen wäre, aber is’ ja auch egal, der Film ist zu dem Zeitpunkt ohnehin schon dermaßen langweilig und lächerlich geworden, dass dies vermutlich auch keinem mehr auffallen dürfte. Zudem hätten sich die Macher des Werkes im Vorfeld etwas besser über das Thema Internet informieren sollen, da die Behandlung zwar besser als in den meisten anderen Filmen vonstatten geht, aber immer noch voller Fehler steckt.

Insgesamt eine ziemliche Gurke, die zudem über ein lachhaftes Ende verfügt, wenn die gesellschaftlich hochgestellten Hintermänner persönlich die Handlanger, die einen Zeugen ausschalten sollen, zum Schauplatz der Exekution begleiten, wodurch sie sich quasi selbst überführen…gähn. Demnächst läuft das ganze wohl im ZDF (haben mitproduziert), sollte man aber besser verpassen.

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