Der Berufsfotograf George macht am Strand ein paar Aufnahmen, als eine blonde Ische sich in den Focus schleicht, mit ihm flirtet und auch gleich blank zieht. Doch das Liebesspiel will nicht so recht in Fahrt kommen, da plötzlich eine Meute aufgebrachter Typen erscheint und den vollkommen überraschten Fotografen malträtiert und ihn anschließend anzündet.
Willkommen in Potters Bluff !
- Nachfolgend Spoiler -
Die meisten Bewohner dieses kleinen Küstenörtchens sind nämlich Untote, die unter der Aufsicht des Leichenbestatters Dobbs ständig neue Opfer suchen und ihre Morde in Foto und Film festhalten. Sheriff Dan Gillis ahnt von der ganzen Tragödie noch nichts, obgleich sich seine Frau auffallend häufig mit esoterischen Themen beschäftigt
Warum die Bewohner alle Morde dokumentarisch auf Zelluloid festhalten, wird nicht erläutert, genauso wenig, warum einige Typen noch nicht zu den Untoten zählen.
Im Zentrum steht der ermittelnde Sheriff, der sich dümmer anstellt, als der erfahrene Zuschauer es dulden kann, denn die Auflösung ist bereits nach einer halben Stunde zu erahnen.
Im ersten Drittel geschieht bis auf die Folter am Strand auch nichts Aufregendes, man bekommt mit, dass Leichenbestatter und Voodookünstler Dobbs sich während seiner Arbeit, bei der er sichtlich aufgeht, gerne Musik von Glen Miller anhört, indes sich einige Bewohner merkwürdig verhalten und Sheriff Dan selten dämlich herumeiert. Denn wenn er schon misstrauisch gegenüber den Einheimischen wird, könnte er sich ja auch Hilfe von außerhalb holen.
Währenddessen erhöht sich gemächlich der Bodycount, damit zumindest der Gorehound noch seine Strichliste erweitern kann, - sonderlich explizit fallen die FX aber nicht aus und die Masken sind sogar eher unterdurchschnittlich einzuordnen.
Atmosphärisch zündet nur die Szene, in der eine Familie auf Durchreise ein scheinbar menschenleeres Haus betritt, um gleich darauf von den Unholden gejagt zu werden.
Dennoch gestaltet sich das inhaltlich altmodische Treiben unterhaltsam und vielleicht wird der ein oder andere Neuling von der Auflösung überrascht werden, die ich ja jetzt dummerweise schon verraten habe…
6 von 10 Punkten