iHaveCNit: The Beekeeper (2024) – David Ayer – Leonine
Deutscher Kinostart: 11.01.2024
gesehen am 11.01.2024 in Dolby Atmos
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 1 – Reihe 14, Platz 20 – 20:25 Uhr
Jason Statham und Scam-Betrug. Irgendwie kommt mir das vor allem im Hinblick auf das letzte Kino-Jahr bekannt vor, weil sowohl „Expend4bles“ als auch „Meg 2“ purer und eher weniger guter Scam gewesen sind. Bei David Ayers „The Beekeeper“ ist zumindest das, was der Film von sich vermarktet absolut kein Scam, selbst wenn Scam eines der Themen in diesem Film ist – Am Ende einfach mal wieder ein Jason-Statham-Actioner der älteren Schule.
Auf dem ländlicheren Anwesen der ehemaligen Lehrerin Eloise Parker betreibt ein Imker namens Adam Clay seine Bienenzucht und Honigproduktion. Bis Eloise aufgrund eines Trojaners auf ihrem Laptop zu einem Fehler getrieben und um ihr gesamtes Vermögen gebracht wird, so dass ihr nur die endgültige Konsequenz bleibt. Adam Clay will den Tod von Eloise rächen und begibt sich auf einen Rachefeldzug bis in höchste Kreise und wirft sich als Honeypot direkt in den Fokus seiner Verfolger, die noch nicht wissen, was es mit „Beekeepern“ so auf sich hat.
Dieser Jason-Statham-Actioner der eher älteren Schule hat mir auf jeden Fall Spaß gemacht. Die Action konnte sich einigermaßen sehen lassen, war auch an manchen Stellen schon derb genug um die FSK18-Freigabe zu gerechtfertigen und natürlich bietet der Film alles, was man von einem Film dieser Sorte erwarten kann. Selbst wenn natürlich vieles davon schon so oft in anderen Filmen in ähnlicher Art und Weise zu sehen war. Sei es die Selbstjustiz und der Rachefeldzug eines Mannes. Sei es die Thematik von geheimen Regierungsprogrammen mit nahezu unbesiegbaren Kampfmaschinen im Untergrund. Sei es die Verschwörung bis in höchste politische Kreise. Sei es die „Einer-Gegen-Alle“-Grundidee“. Oder auch die wenn auch sehr oberflächliche Kapitalismuskritik, die hier vordergründig über die Thematik von Scam-Betrug durch Trojaner, Call-Centern und dubiosen Online-Unternehmern eingebettet wird. Vordergründig mag sich der Film in seiner Tonalität durchaus sehr ernst nehmen, wären da nicht seine Dialoge, die in der deutschen Fassung und sicherlich auch in der Originalfassung mit so vielen witzigen One-Linern und Bienenreferenzen gespickt sind, so dass der Film dadurch als unterhaltsames Action-Trash-Fest durchgehen kann. Da kann ich auch manch sehr schnell abgehandelte Handlungsentwicklung aus dem Nichts verschmerzen.
„The Beekeeper“ - My First Look – 7/10 Punkte