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In den ersten Minuten wird dem Zuschauer ein massives Feindbild serviert. Funktioniert, kill 'em all! Alte Welt gegen neue Welt, hart arbeiten gegen schnelles Geld, anständig gegen skrupellos. 25 Minuten, die gut tun, gute alte politisch unkorrekte Action, der weiße Ritter im Kampf gegen das Böse, die Rückkehr des Rächers, mit allen Mitteln. Dann leider ein kleiner bzw. großer CGI-Dämpfer. Schwamm drüber, es geht weiter Schlag auf Schlag, keine Verschnaufpause, keine Zeit um sich zu ärgern, denn die dunkle Seite gibt natürlich nicht so leicht auf. Sie hat den Staatsapparat mittlerweile völlig infiltriert, zerfrisst ihn, eine Freakshow von kriminellen Egomanen in Designerklamotten. Der Beekeeper ist allerdings dafür die falsche Adresse, keine Kompromisse, keine angezogene Handbremse, die Säuberung des Systems hat gerade erst begonnen. 101% Klischee, völligst reaktionär, ein peinlicher One-Liner nach dem anderen, Charaktere vom Prototyp-Reißbrett, Realismus Six Feet Under, Frauen küssen Fäuste, generell absolut gewalttätig. Die selbsternannte Filmintelligenz kocht. Egal, würden auch gleich mit weg gemacht werden, so wie jeder ansatzweise Diener des Bösen, plus jedem der sich sonst noch dem Beekeeper in den Weg stellt, Staatsbedienstete inklusive. Pech, so ist das halt, wenn der Lohnzettel aus der Hölle kommt. Statham macht Statham-Dinge und Ayer ist meines Erachtens missverstanden. Er hat einfach Spaß, es so plump wie möglich krachen zu lassen, ohne Rücksicht auf was auch immer! Abriss? Unbedingt! Foltern? Kein Problem! Die vermeintlichen Institutionen der Rechtsprechung und -umsetzung in komplett Frage stellen? Auf jeden Fall! Sogar die oberste Person in der Regierung ist in kriminelle Geschäfte verwickelt? Aus dem Leben gegriffen!
Ich bitte um ein Franchise, haha! Oder zumindest um einen Beekeeper, wenn die Dame vom Amt mal wieder Bürokratenärger macht.

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