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Architekt Albert lernt am Weihnachtsabend eine attraktive Frau mit ihrer kleinen Tochter kennen, die offensichtlich von ihrem Mann sitzengelassen wurde. Die beiden freunden sich an und verbringen eine Nacht, die ewig zu dauern scheint und in einer völlig absurden Auflösung endet. 

Du weißt, dass mit deinem Date etwas nicht stimmt, wenn sie dich noch auf einen Drink zu sich einlädt und Edvard Griegs „In der Halle des Bergkönigs“ auflegt. Doch MERRY CHRISTMAS ist kein spannender Psychothriller, sondern vielmehr ein romantisches Melodram, aus dem sich nach einer Weile eine klassische Kriminalgeschichte entwickelt, deren elaborierte Planung selbst Agatha Christie zu aufwendig gewesen wäre (der Film basiert auf einem französischen Noir Kriminalroman). 

Nicht alle Twists kommen wirklich überraschend, was auch an der etwas holprigen Inszenierung liegt und die Laufzeit von knapp zweieinhalb Stunden strapaziert die Geduld mit ausgedehnten Szenen und gelegentlichen voll ausgespielten Bollywood-Songs doch etwas (keine Panik: kein Musical!), aber für Freunde ungewöhnlicher Mysterykrimis mit exotischem Einschlag ist der Film allemal einen Blick wert, insbesondere zur Weihnachtszeit.

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