Review

Aus dem Leben der Kriegsberichterstatter…15.04.2025

Der Rahmen

Amerika ist unter dem Präsidenten, der sich die Macht mit Hilfe einer verfassungswidrigen dritten Amtszeit sichern will, tief gespalten. Es gibt ein Lager aus Texas und Kalifornien samt Unterstützerstaaten, dagegen den Osten, und das Ganze kulminiert in einem Marsch der Südstaaten gegen Washington. Bevor die Stadt fällt, machen sich vier Journalisten, darunter eine Nachwuchsphotographin, auf den Weg nach Washington, um ein finales Interview mit dem Präsidenten zu bekommen. Auf dem Weg gilt es allerlei schwierige Situationen zu überstehen, doch hie und da zeigen sich auch menschliche Regungen im Angesicht eines Bürgerkriegs. Und nicht alle Journalisten werden die Reise lebend überstehen.
 
Gucken oder nicht?

Packend, und angesichts der aktuellen Lage in den USA eine klare Empfehlung
 
Warum?

Tja, wie soll man den Film angesichts von König Donald einordnen? Zunächst ist er ein Kapitel aus dem Untergenre „Kriegsberichterstatter“, das immer mal wieder, in großen Abständen, bespielt wird. Doch normalerweise finden die kriege nicht in Amerika statt, und so fühlt man sich von Anfang an ein wenig unwohl. Wie mag es wohl sein, wenn im eigenen Land ein Krieg Nord gegen Süd tobt, wenn Milizen gegen Fremde hetzen und Menschen mit „komischen“ Nachnamen einfach so erschießen? Das alles und noch einige Episoden mehr, von kleinen Scharmützeln und einem großen Endgefecht, wird uns hier von kundiger Hand präsentiert, wobei Kirsten Dunst als „ich hab schon alles gesehen“ – Reporterin aus dem Ensemble heraussticht. Es paßt hier vieles zusammen, die einzelnen Szenen wirken zwar wie zufällig abgeklappert, aber lustig ist daran gar nichts, wenn sich Scharfschützen beharken, ohne eigentlich zu wissen, warum sie das tun. Wer weiß, vielleicht sind wir ja wirklich nicht mehr weit vom Ende Amerikas entfernt, einem Szenario, wie man es in vielen aktuellen Romanen präsentiert bekommt…

Die Note

Brisante Geschichte, die man Hollywood unter Trump so gar nicht zugetraut hat, die aber deutlich schildert, was passiert, wenn ein Mann zu viel Macht bekommt, wobei mir gerade zu Beginn die Hintergründe des Krieges etwas fehlen. Das hätte man erläutern und bebildern können, so bleibt es immer noch eine spannende Reise quer durch ein sich selbst zerstörendes Amerika – 8/10

Details
Ähnliche Filme