Der an Multipler Sklerose erkrankte, ehemalige Baseball-Spieler Ray Waller bezieht gemeinsam mit seiner Frau Eve und ihren beiden Kindern Izzy und Elliot ein neues Haus mit eigenem Swimmingpool im Garten. Nachdem Ray in dem besagten Pool seine ärztlich verordnete Krankengymnastik durchführt, verbessert sich sein Gesundheitszustand rapide und eigentlich könnte nun auch alles prima sein... doch plötzlich häufen sich die unerklärlichen Vorkommnisse rund um den Swimmingpool und auch Izzy und Elliot entgehen ob so mancher vermeintlichen Geister-Erscheinung nur knapp dem Ertrinken. Als Eve Nachforschungen anstellt und herausfindet, dass sich in ihrem neuen Heim zuvor schon allerlei Tragödien und Todesfälle ereignet haben, macht sie eine ehemalige Hausbesitzerin ausfindig und muss von dieser erfahren, dass die natürliche Quelle unter ihrem Swimmingpool einem so manchen Herzenswunsch erfüllt... doch die bösen Mächte, die da im Wasser lauern, verlangen dafür natürlich auch eine Gegenleistung... Ähnlich wie Parker Finns (sehr viel effektiverer) "Smile - Siehst du es auch?" basiert auch "Night Swim" auf einem Kurzfilm, dessen Regisseur Bryce McGuire nun nachträglich noch die Gelegenheit erhalten hat, diesen zum abendfüllenden Streifen auszuweiten. Da es sich bei dem ursprünglichen 2014er-Short aber gerade mal um eine einzelne, gruselige Pool-Szene mit Geister-Auftritt, aber ohne großartigen Inhalt gehandelt hat (die sich übrigens auch dezent abgewandelt nun als komplette Sequenz im Langfilm wiederfindet), hat dieser jedoch bestenfalls die Grund-Idee knapp umrissen und ein klein bisschen die angepeilte Stimmung wiedergegeben... eine taugliche Spielfilm-Handlung mussten sich die Macher da doch noch selbst aus den Fingern saugen beziehungsweise doch ziemlich offensichtlich von woanders abkopieren. Das Ergebnis passt dann auch prima ins Schema der Produzenten von Blumhouse, die da regelmäßig ihre billigen Horrorfilmchen für die ganze Familie stemmen, damit diese im öden Kino-Januar weltweit ihre 50 Millionen am Boxoffice einspielen und anschließend wieder schnell vergessen sind (Ausnahmen wie "M3GAN" bestätigen die Regel). So wird "Night Swim" dann auch kaum in der Lage sein, irgendwie groß für Furore zu sorgen, denn herausgekommen ist dieses Mal letzten Endes nämlich nicht viel mehr als ein wässriges Derivat von "Shining" und "Amityville Horror", bei dem der Swimmingpool, in dem es spukt, im Grunde nur der Aufhänger für eine schon oft gesehene und völlig abgegriffene Geschichte ist. Pissöde und langweilig kommt das alles also daher und der Horror-Gehalt der Angelegenheit hält sich angesichts der Harmlosigkeit, mit der die Chose mit stetem Blick auf die Kiddie-Klientel als PG-13-Filmchen runtergekurbelt wurde, mehr als nur in Grenzen... nö, Spannung und Thrill sucht man da vergebens und sowas wie Gänsehaut kommt bei "Night Swim" tatsächlich auch nie auf. Da hilft es dann auch nicht weiter, dass der Streifen an sich ja schon solide inszeniert (nach Blumhouse-Manier mit lauten Geräuschen auf der Tonspur und Jump-Scares) und auch passabel gespielt ist (dank Kurt Russell-Sohnemann Wyatt und der gerade noch Oscar-nominierten Kerry Condon als gebeuteltes Ehepaar), denn der Inhalt ist halt doch ganz schön verwässert... und das nicht nur wegen des Gespenster-Pools. Fazit: Ein Nichtschwimmer-Horrorfilmchen, das schnell absäuft.
3/10