Schon komisch, da dreht ein Regisseur ganze 25 Jahre nach seinem Debütfilm seinen zweiten Film und herausgekommen ist dieser kleine Thriller. Dafür, dass man etwas aus der Übung war, war das optisch überaus solide. Wirklich gute Kamera, scharfe Bilder, schöne Landschaftsaufnahmen. Leider wars das dann aber auch. Darstellerisch eher schwach, die Story solala, Spannung eher selten.
Ein junger Kerl kommt aus dem Knast und wird von einem alten Mithäftling gebeten, seine Tochter ausfindig zu machen. Unter Verstoß seiner Bewährungsauflagen gelingt dies dann auch und teilt dem ehemaligen Mentor den Aufenthaltsort mit. Statt nun aber wieder abzudüsen, kommt die Liebe ins Spiel. Der Mentor bricht aus dem Knast aus, bringt ein paar Leute um und begibt sich auf den Weg, eine alte Rechnung zu begleichen. Seine Tochter ist sie nämlich nicht.
Wie schon gesagt, ist die technische Umsetzung recht ordentlich. Jedoch kommt der Film trotz Breitwand mehr wie ein Nachmittags-TV-Film rüber. Richtig spannend wird der Film nie., ausser vielleicht im Finale, aber der Psychopathen-Showdown ist eher unterdurchschnittlich. Ein weiteres Problem ist Dermot Mulroney, den man in letzter Zeit häufig in DTV-Produktionen sieht. Kein besonders guter Schauspieler und erst recht kein charismatischer Bösewicht.
Die Story erinnert ja ein wenig an "Kap der Angst", der war aber deutlich spannender umgesetzt. Hier kocht alles auf Sparflamme. Man kann sich etwas berieseln lassen, muss aber aufpassen, dass man nicht einschläft. Aufgrund der guten Optik knappe 5 Sterne.