Dies ist die Geschichte einer Metamorfose:
Der kleine Moses lebt mit seinem gestrengen Vater am Straßenstrich der Rue Bleue in Paris und beobachtet jeden Tag das Geschäft mit dem käuflichen Sex. Eines Tages entschließt sich der junge Mann, einmal selbst auf Freiersfüßen zu wandeln und veruntreut das Einkaufsgeld seines Vaters. Von nun an scheint eine Karriere als Ladendieb vorprogrammiert. Das Dasein als pueriler Freier hat eben seinen Preis, doch gegessen und getrunken werden muss trotzdem. Der kleine Lebensmittelladen von Monsieur Ibrahim wird das bevorzugte Ziel von Moses Diebstählen. Eines Tages stellt ihn der alte Herr zur Rede und gibt sich sonderbarerweise als Freund zu erkennen.
Doch halt, man kann auch bündiger erzählen:
Es war einmal ein kleiner Judenbub, der traf auf einen großherzigen Sufi, der nicht ständig als "Araber" verunglimpft
werden wollte. Der Judenbub avanciert vom Ladendieb zum Ladenbesitzer. Viele sind gestorben, doch er lebt noch heute. Allerdings als Mohammed und nicht als Moses.
Wie es dazu kam, vermag dieser Film allerdings ohne Maseltov und Kismet nicht zu erklären. So erzählt er eben nur ein kleines, interkulturelles Märchen mit einem goldrichtig besetzten Omar Sharif.