Ein erstaunlicher Look, das sieht aus wie aus den Zeiten, wo solche Filme ursprünglich hingehörten, die wilden 70er. Nun gut, jener Stil stellt sich schnell als einfacher Sepia-Filter heraus, aber immerhin. Die Vorzeichen waren generell eher bescheiden, ein weiteres Franchise wird ausgeschlachtet. Bezüglich solcher kommerziell orientierten Vorhaben gibt es eher schlechte Vorbilder, vor allem in den letzten Jahren. Aber die Macher haben sich getraut, nicht nur optisch klassische Wege zu gehen, sondern auch hinsichtlich der Inszenierung und wurden von der allgemeinen Kritik zum Film, einer positiven, durchaus belohnt. Entscheidend ist aber der Konsument und an den Kinokassen konnte nicht das erwartete Geld eingenommen werden. Das Omen ist kein reiner Schocker, eher ein mystischer Slowburner mit einigen fiesen Spitzen. Mut, weil dies mittlerweile nur noch bedingt konform mit dem horroraffinen Teil des Publikums ist, schon die Trailer müssen heutzutage grausamen Dauerterror oder brutalen Splatter versprechen. Das Drehbuch ist interessant, eine wirklich gute Idee für eine Vorgeschichte. Der Film ergibt mal wieder einen guten Reminder, wie wunderlich auch im Christentum vieles ist. Ich war gut unterhalten, sehe aber kein Bedürfnis für eine Wiedersichtung, dazu fehlt es einfach an ikonischen Sequenzen.