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„The miracle of life can be a messy business.“ 

THE OMEN war 1976 so etwas wie die Mutter des Okkulthorrors, natürlich immer im Schatten des drei Jahre zuvor entstandenen Übervaters THE EXORCIST und als eine Art Echo auf ROSEMARY‘S BABY (1968), aber weit mehr als ein billiges Rip-off. Insbesondere durch DAMIEN: OMEN II wurden kreative Tötungsarten im Genre so richtig en vogue und das Klischee des bösen Kinds verfolgt Horrorfans bis heute. 

Obwohl die Geschichte des zur Welt gekommenen Satansbraten eigentlich eine Menge Potenzial hatte, konnte nur die direkte Fortsetzung punkten, der dritte Teil mit dem damals 34-jährige Sam Neill (!) als Damian, war leider ein Reinfall, 2016 wurde Damian sogar für eine kurzlebige TV-Serie à la ernstgemeintem LUCIFER reanimiert. 

Wie es seit einigen Jahren so üblich ist, wenn eine Filmreihe in eine Sackgasse gefahren wurde, schaut man in den Rückspiegel. THE FIRST OMEN spielt im Rom des Jahres 1971 und erzählt von früheren Versuchen, des Teufels Nachwuchs zur Welt zu bringen. 

Das Ganze ist atmosphärisch solide, aber auch recht vorhersehbar umgesetzt, keine auf reine Jumpscares ausgelegte Nunsploitation wie die Ableger der CONJURING Serie. Im Gegenteil, sind doch einige Todessequenzen dem Original liebevoll nachempfunden. 

Faszinierend sind jedoch die Parallelen zum fast zeitgleich erschienenen IMMACULATE: nicht nur inhaltlich ähneln sich die Konzepte, manche Szenen sind nahezu identisch. Im Vergleich gewinnt THE FIRST OMEN zwar durch seine weniger trashige Story, IMMACULATE zeigte jedoch deutlich mehr Mut zur Verstörung.

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