Der 9 jährige Ryan Billings hat nach einem traumatischen Erlebnis eine akute Phobie gegen die Dunkelheit. Jede Nacht liegt er gequält vor Angst im seinem Bett – unfähig zu schlafen. Er sieht grausame Gestalten, die sich langsam auf ihn zu bewegen um ihn zu holen. Doch immer wenn sein älterer Bruder Dale den Raum betritt sind die mysteriösen Erscheinungen verschwunden. In einer stürmischen Nacht, in der Dale auf Ryan aufpassen muss, fällt plötzlich der Strom aus. Im ganzen Haus herrscht eine beklemmende Dunkelheit und eine Reihe unerklärlicher Dinge geschehen. Ryans dunkelste Vorahnungen scheinen Realität zu werden und auch Dale gefriert das Blut in den Adern. Ein Wettlauf gegen die Finsternis beginnt.
Also ich muß gestehen, nach den ersten Minuten war Fear of the Dark kurz davor in hohem Bogen aus dem Player zu fliegen. Ein nerviger Goof hat panische Angst vorm Dunkeln, ist völlig traumatisiert wenn auch nur mal eine Glühbirne flackert und geht mit seinem Genöse sich und seiner Umwelt auf den Keks. Zudem vergeht die erste halbe Stunde absolut ereignisarm. Außer deas die wenigen handelnden Personen eingeführt werden und die Eltern Ewigkeiten benötigen um endlich mal das Haus zu verlassen, gibts noch nichts zu sehen, was auch nur annähernd nach sanftem Grusel aussieht.
Sobald die Erziehungsberechtigten sich dann aber aus der weiteren Handlung verabschieden, wirds langsam interessant. Einen Horrorfilm sollte allerdings niemand erwarten, Blutgeschmiere oder gar Leichen finden hier nicht statt. Allerdings setzt langsam aber stetig ein leichtes Grauen ein, wenn der Fernseher ungefragt einen Zombiefilm einschaltet oder sich die Möbel in bester Poltergeist Tradition selbsttätig aufstapeln. Langsam entwickelt auch der babysittende große Bruder Anflüge von Nyktophobie und Fear of the Dark legt an Tempo und Spannung zu, allerdings hauptsächlich deswegen weil sich die beiden Brüder dauernd aus den unerfindlichsten Gründen trennen, statt das beide eben zusammenbleiben würden.
Zur Steigerung der Atmosphäre gibts auch noch den ein oder anderen netten CGI Effekt, die qualitativ ganz gut ausgefallen sind. Letztendlich findet aber das Grauen doch nur im eigenen Kopf statt, indem sich eigene Urängste (vor Käfern, Hunden oder eben Finsternis) manifestieren, allerdings bleibt die Frage offen warum am Ende gleich drei Leute unter diesem Fluch leiden, ein Haunted House ist die Wohnstatt der Billings jedenfalls nicht. Die Darsteller jdenfalls sind zwar unbekannt aber brauchbar. Für die ganz harten Horrorfans ist Fear of the Dark zwar eher unbrauchbar, aber als nettes Gruselhäppchen für zwischendurch taugts allemal.
6/10