Der Hund gilt im allgemeinen hin als "der beste Freund des Menschen". Er ist der treue Begleiter auf all seinen Wegen, hilft in den unterschiedlichsten Berufsgruppen wie z. Bsp. Polizei und Drogenfahndung aus und ist auch sonst meist die treue Seele im Haus. Doch hättet ihr gewusst, dass die Hunde eigentlich aus dem Weltall kamen, mit dem Ziel die Erde zu beherrschen? Sicher nicht! Doch genau dass will uns "In tierischer Mission" weismachen! Na ja, zumindest unseren Kiddies!
"Good Boy" ist eigentlich eine 100% kindgerechte und kaum erwachsenengerechte Familienkomödie, die mit einer fantasiereichen Story und einigen netten Einfällen punkten kann. Die Story um einen Hund der aus dem Weltall kommt, um die Erdenhunde zu überprüfen, ob sie auch ja schön den Planeten beherrschen und dabei merkt, dass sie dem Menschen eher als Freunde denn als Bestimmer dienen ist sicherlich weit hergeholt, aber nicht ohne Fantasie bestückt. Es gibt sprechende Hunde, einige nette Einfälle und viel Chaos und Tumult. Logik- und Storylöcher sind dabei natürlich in Hülle und Fülle vorhanden, dürften der Zielgruppe aber sicher nicht viel ausmachen. Kurzum, Kinder werden die Geschichte definitiv mögen.
Dabei kommt vor allem der Spaß nicht zu kurz. Furzende Hunde, fliegende Köter und allerlei anderer Firlefanz lädt die Kiddies zum Lachen ein, und den Erwachsenen zum gelegentlichen Schmunzeln. Wirklich glücklich werden diese mit der tierischen Mission aber sicher nicht werden. Dazu ist das ganze Treiben dann doch ne Spur zu naiv geraten, die Jokes allesamt zu harmlos und die gute Moral der Geschichte wirklich ne ganze Spur zu dick aufgetragen worden. Vor allem die letzten Minuten schwingen mitunter kräftigst die Moralkeule, dass Hunde und Menschen im Einklang miteinander leben sollen und das der Hund eben doch der beste Freund des Menschen ist. Nun gut, für die lieben Kleinen kann man aber sicher so einiges verkraften.
Was die Technik und das Training der Hunde angeht, kann der Streifen definitiv überzeugen. Die Lippenbewegungen der Hunde funktionieren einwandfrei und ihr Verhalten wirkt perfekt eintrainiert. Hier und da dann noch ein paar nette Special Effekts und das ein oder andere technische Schmankerl. Die nette Musikuntermahlung rundet dann die Inszenierung ab.
Was die Darsteller angeht, wurde zudem ebenfalls gute Arbeit geleistet. Liam Aiken, einigen sicher bekannt aus "Lemony Snicket", beweist in diesem Film wieder einmal sein sehr gutes Schauspielertalent, was zwar sicher noch verbesserungswürdig ist, aber für einen Kinderdarsteller schon mehr als überzeugt. Dazu Molly Shannon, in einer für sie ungewöhnlichen Rolle als führsorgende Mutter, und Kevin Nealon als ebenso netter Daddy! Als Sprecher wurden fürs Original u.a. Matthew Broderick und Cheech Marin verpflichtet, während wir uns im Deutschen leider wieder einmal mit einem untalentierten Thomas Gottschalk herumschlagen müssen. Der gute Mann hat einfach keinerlei Synchro-Talent, was er leider schon des öfteren unter Beweis stellte. Warum er dann immer noch gefragt wird, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Ein guter Moderator muss ja schließlich nicht alles können. Aber nun gut!
Fazit: Lockerleichte Kinderkomödie für alle Kiddies unter 12 Jahren. Eine fantasiereiche, wenn auch alles in allem sehr weit hergeholte, Geschichte, einige nette Jokes, sowie gute Darsteller, egal ob Mensch oder Tier, ergeben eine hübsch naive Unterhaltung, die kleineren Kindern große Freude machen dürfte. Erwachsene sollten sich dieses mal aber an das "Für Eltern verboten"-Schild am Kinderzimmer halten und diesen kindischen Firlefanz ihren Kindern überlassen. Dann gibt es auf beiden Seiten sicher nichts zum ärgern!
Wertung: 5/10 Punkte