Mutter, Tochter und Sohn, der gerade seine Frau bei einem schweren Verkehrsunfall verloren hat, treffen in dem kleinen Kaff, in dem sie wohnen, irgendwie, aber unvermutet auf eine Bande von alteingesessenen Satanisten, deren knapp zwei Dutzend Mitglieder die Spielfreude einer sedierten Laienspieltruppe aufbringen und mit dem IQ einer flachliegenden Oblate agieren. An kammerspielartigen Locations gibt es nur Haus 1 für die Protagonisten, ein kleines Waldstückchen mit einem knapp zwei Meter breiten Höllenloch für die Rituale und eine Tankstelle mit danebenliegendem Haus 2 für die Satanisten. Der Film ist mit über 100 Minuten arg spürbar zu lang, der deplazierte unstimmige und teilweise asynchrone Soundtrack begnügt sich neben Flüsterstimmen mit nervendem langgezogenen und bedrohlichen Gewimmer und Gemaunze. Der Sprechanteil ist zur Hälfte redundant und zur anderen Hälfte sehr schlicht. Die etwa sechs bis sieben blutigen dem Genre gemäßen Szenen (Höhepunkt: Der gefesselten unbetäubten Mutter wird vom grenzdebilen Obersatanisten das Herz aus dem Leib geschnitten und zwecks Herbeirufung eines Dämons in das Höllenloch geworfen; sonst wird erdolcht, erschossen, verprügelt und einmal leicht angedeutet vergewaltigt) erkauft man sich mit einem Übermaß an Logikbrüchen, nicht stringentem, konfusem Handlungsverlauf, einem Haufen Ärger über ein Konglomerat an Unausgegorenheit und einem Ende, das in jeder Hinsicht unzufriedenstellend ist. Auch im popcorngesättigten und gernzitierten angeheiterten Zustand ganz schwer erträglich. Mit viel gutem Willen 1 von 10 Punkten. Ach so, hätte ich eingangs sagen sollen, Spoiler-Alarm?