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Die beiden Jugendlichen Steve und Jane beobachten, wie eine Sternschnuppe in der Nähe herunterkommt. Die Neugier treibt sie hin, doch finden sie nur einen verstörten alten Mann mit einem schleimigen Gebilde an seiner Hand. Sie bringen ihn zum Arzt im Ort und ahnen nicht, dass dieses merkwürdige Ding an der Hand des Patienten für alle eine tödliche Gefahr darstellt.

Der Blob ist ein dankbares Filmmonster. Eine undefinierbare und klumpige Masse, die sich jeden einverleibt, der ihr zu nahe kommt. Ohne Motivation oder Hintergrundgeschichte? Nicht so ganz, denn je nach Quelle dient das rote (da haben wir's schon) Monstrum als Sinnbild für den Kommunismus oder ist eine filmische Ausgestaltung des in den 1950er Jahren entdeckten „Star Jelly“ (im Deutschen sehr unromantisch „Sternenrotz“ genannt).

Das Endergebnis ist dann allerdings selbst für die Entstehungszeit etwas träge geraten. Der von Irvin Yeaworth inszenierte Streifen dreht sich zu oft um wenig sagende Dialoge und verschleppt das Tempo. Statt sich vermehrt auf Szenen mit dem monströsen Wackelpudding zu konzentrieren stellt er vermehrt die menschlichen Figuren in den Mittelpunkt. Und die haben mangels Profil und Handlungsmöglichkeiten nicht viel von Interesse beizutragen. So versuchen sie, andere vor der drohenden Gefahr zu warnen, was recht hilflos wirkt, oder schlagen sich mit der Polizei herum. Dieses Halbstarken-Gebaren hält nur auf und wirkt durchgehend unfreiwillig komisch. Was größtenteils daran liegt, dass beispielsweise Steve McQueen hier schon 28 Jahre alt war und einen Jugendlichen spielt. Auch der Rest der „Kids“ wirkt viel zu alt und so bleibt es bei einem komischen Schauspiel, wenn sich die jungen Leute hier verdingen.

Daneben schleichen sich noch hier und da diverse Unschärfen ein, wobei die Kameraarbeit ansonsten okay ist und der Film von der Inszenierung in Farbe profitiert. Der beschwingte Titelsong von Burt Bacharach vermittelt schon zu Beginn eine unerwartete Tonalität, der große Grusel will sich allerdings auch danach nicht einstellen.
Die Effekte rund um den wabbeligen Killer aus dem All sind durchaus charmant und immerhin reichte es im Nachgang noch für eine Fortsetzung im Jahre 1972 und ein Remake 1988. Auch sonst finden sich in manch späteren Filmen Verweise auf dieses Werk oder seine Kreatur. Trotzdem ist der „Blob“ anno 1958 nicht vollends überzeugend, krankt an Tempo, Geschwafel und dem unpassenden Casting. Und wiederum trotzdem bleibt er ein charmanter Vertreter des früheren Genrefilms mit einem doch ikonischen Killerklumpen.

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