Lost in Translation. Dabei war meine erste Frage: "Wo isn da die Übersetzung?" Antwort: "Zum Glück gibt es keine, wie wäre die wohl dank unserer gekonnten Übersetzer ausgefallen?"
Die Story ist einerseits ausgefallen, andererseits sehr subtil.
Zwei Amerikaner in einer fremden großen Stadt in einem fremden Land. Doch sie haben einige Dinge gemeinsam: Das Hotel, ihre Schlaflosigkeit, ihre Probleme mit der Stadt und private Probleme. Durch Zufall und Bobs Wiskey Konsum in der Hotelbar, treffen die beiden aufeinander und es entwickelt sich eine Freundschaft.
Die große fremde Stadt ist nicht länger trist,grau und einsam für beide sondern wird lebendig und sogar fröhlich.
Sofia Coppola trifft in dem Film genau den richtigen Ton. Er ist eine Mischung aus Liebe, Romantik, Freundschaft, Einsamkeit und Erotik. Die Erotik ist nicht offensichtlich, aber sie spielt sich im Kopf ab und man weiß genau was die Charaktere denken oder was sie sich vorstellen. Dadurch wird der Film sehr sinnlich, da nie etwas erkennbares passiert außer ein Kuss auf den Mund am Ende. Dieser Kuss könnte für vieles stehen: Liebe, Freundschaft und Dankbarkeit. Dadurch steht jedem die Sichtweise auf den Film frei und auf das folgende Geschehen.
Mit Bill Murray und Scarlett Johansson hat Sofia Coppola zwei ausgezeichnete Schauspieler gefunden. Beide verkörpern ihre Rollen perfekt und lassen den Konflikt jedes Charakters schön heraus stechen (Bill: Midlifecrisis, Scarlett: Selbstfindung).
Ich danke Sofia Coppola für diesen fast einzigartigen Film und die schönen Bilder von Tokio, einigen bestätigten Klichees (Karaoke, und die Japaner sind doch irgendwie bekloppt) und das man überall jemand einzigartigem begegnen kann.