"Fighter" – Eine dynamische Hommage an Mut und Patriotismus
„Fighter“, der mit Spannung erwartete Action-Drama-Film von Siddharth Anand, ist ein ambitioniertes Werk, das sich mutig an ein luftgestütztes Kriegsabenteuer wagt. Der Film verspricht nicht nur, sondern liefert atemberaubende Actionszenen, starke emotionale Momente und eine herausragende Starbesetzung, darunter Hrithik Roshan, Deepika Padukone und Anil Kapoor. Trotz dieser Stärken bleibt „Fighter“ jedoch an einigen Stellen hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Die Handlung ist episch angelegt und verbindet fiktionale Elemente mit realen Ereignissen, darunter der Pulwama-Angriff und die Balakot-Luftschläge von 2019. Der Film schafft es, den Patriotismus und den Einsatz der indischen Luftwaffe eindrucksvoll zu präsentieren, besonders durch die brillante Darstellung der Luftkämpfe. Die Kameraführung von Satchith Paulose und die visuelle Gestaltung von DNEG tragen wesentlich dazu bei, die Spannung in der Luft und am Boden einzufangen. Die Szenen, in denen die „Air Dragons“-Einheit trainiert und ihre Einsätze durchführt, gehören zweifellos zu den stärksten des Films.
Hrithik Roshan überzeugt in der Rolle des schmerzgeplagten Shamsher „Patty“ Pathania, dessen Vergangenheit ihn nicht loslässt. Seine Chemie mit Deepika Padukone, die die talentierte und einfühlsame Minal „Minni“ Rathore spielt, ist glaubhaft und emotional aufgeladen. Anil Kapoor bringt als erfahrener Kommandant Rakesh „Rocky“ Jai Singh eine nötige Portion Gravitas in die Handlung ein. Dennoch wirken einige Nebenfiguren und Beziehungen, wie die zwischen den Teammitgliedern, nicht ausreichend ausgearbeitet, um die emotionale Wirkung zu maximieren.
Die Actionszenen und militärischen Operationen sind packend, allerdings fällt die narrative Struktur im zweiten Akt etwas auseinander. Insbesondere die moralischen Konflikte zwischen Rocky und Patty, die um die Vergangenheit kreisen, fühlen sich zwar dramatisch wichtig an, hätten aber tiefgründiger dargestellt werden können. Der Film verpasst es, die psychologische Komplexität der Charaktere vollständig zu erforschen, was angesichts des emotionalen Potenzials der Geschichte enttäuschend ist.
Musikalisch ist „Fighter“ solide, aber nicht herausragend. Vishal–Shekhars Soundtrack unterstreicht die Stimmung des Films angemessen, doch kein einzelner Song bleibt nachhaltig im Gedächtnis. Die Veröffentlichung wurde durch pandemiebedingte Verzögerungen stark beeinträchtigt, doch das Warten hat sich gelohnt, zumindest in Bezug auf die Produktion und die visuelle Umsetzung.
Ein weiteres Lob verdient die Tatsache, dass echte Mitglieder der indischen Luftwaffe an der Produktion beteiligt waren, was dem Film Authentizität verleiht. Gleichzeitig hätte der Film bei der Darstellung der politischen Dimension und der Konsequenzen der Missionen etwas differenzierter sein können, um ein umfassenderes Bild zu zeichnen.
Fazit: „Fighter“ ist ein visuell beeindruckendes und emotional packendes Action-Drama, das vor allem durch seine Stars und die spektakulären Luftszenen besticht. Trotz einiger erzählerischer Schwächen und einer leicht vorhersehbaren Handlung bleibt der Film ein sehenswerter Beitrag im Genre des patriotischen Kinos. Mit einem globalen Einspielergebnis von 344,46 Crore hat „Fighter“ sowohl kommerziell als auch visuell ein deutliches Zeichen gesetzt – ein mutiger erster Schritt in einer geplanten Franchise, die hoffentlich in zukünftigen Filmen narrativ an Tiefe gewinnt.