Nach der Sichtung des Trailers hatte ich mir schon ein wenig mehr versprochen und wurde mal wieder enttäuscht. Wie viele andere Streaming-Flops stammt auch dieser Film aus der Republic Pictures-Schmiede und die scheinen einen Exklusiv-Vertrag mit Jon Voight zu haben, denn dieser Altstar taucht neuerdings ziemlich häufig in deren Filmen auf. Wenn man an das bisherige Werk dieses tollen Schauspielers denkt, ist das auch eine Schande, sein Lebenswerk dann so zu verschandeln.
Hier aber funktioniert es, denn Voight ist der einzige Schauspieler in diesem Film, der diese Berufsbezeichnung auch verdient. Charlie Weber als Hauptprotagonist kann zwar schauspielern, als Killer-Maschine überzeugt er aber nicht so ganz, über den Rest des Casts breiten wir mal den Mantel des Schweigens aus, ganz besonders über die Haupt-Bösewichtin, welch eine Voll-Katastrophe! Monk-Fans aufgepasst: Jason Gray-Stanford hat eine kleine Nebenrolle als IT-Nerd, aber das nur am Rande.
Die Handlung: Eine typische CIA-Agenten-Story, deren Auflösung um ein Killer-Programm dann doch recht abstrus wirkt (Gabs das nicht schon mal bei Jason Bourne???). Genau, aber da hat die Action gestimmt. Hier gibts zwar einige Ballereien und Messerkämpfe, aber richtig gut sind die nicht gemacht. Auch die Kamera machte keinen guten Job. Zwar gibt es schöne Fotografien aus dem verschneiten Hinterwald, die meisten Kämpfe spielen dann aber in billigen Locations wie Lagerhallen oder Hinterzimmern. Und Spannung? Für ein C-Movie dieser Art dann doch recht unterhaltsam und besser als vergleichbare Filme. Aber das ist wirklich eine Adelung auf unterem Niveau. Immerhin sind die Dialoge und das Story-Grundgerüst nicht so peinlich wie sonst üblich.
Da das insgesamt ein guter C-Film ist, reichts für knappe 5 Sterne. Aber man sollte seine Erwartungen schon recht weit runterschrauben. Ähnliche Filme wie z.B. The Bricklayer oder The Beekeeper spielen da schon eine Liga höher.