Nicht nur der Titel (vor allem im Original) nimmt bereits ein wenig vom Verlauf vorweg. Es ist primär die nicht lineare Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven, die dem Slasher in Sachen Suspense den Stecker zieht.
Zwei Paare wollen sich in einem Ferienhaus inmitten der kalifornischen Wüste treffen und müssen feststellen, dass ihre Unterkunft bereits an ein älteres Ehepaar vermietet scheint.
Ihre wahren Absichten kristallisieren sich rasch heraus…
Zwar steigt Regisseur Travis Greene klassisch ein, indem er das erste Opfer in Szene setzt, um es (vorerst) mit einer Axt zu konfrontieren, doch danach hat man es ausschließlich mit Unsympathen der Marke Poser und Infaulenzer zu tun. Das Seniorenpaar ist indes so drüber, dass einem der klare Menschenverstand sofort alarmiert, entweder das Feld zu räumen oder die Klinikleitung zu informieren.
Weder die karg eingerichtete Lokalität, noch die Umgebung der Wüste schüren Atmosphäre, der Score dümpelt eher gelangweilt vor sich hin und lediglich die verbalen Attacken mit teils provokanten Spitzen halten im Mittelteil bei Laune. Wobei hier durchaus ein Augenzwinkern möglich gewesen wäre, doch der Humor endet bereits bei den teils plumpen Reaktionen der jungen Leute, die nach wie vor ihre Zeit mit den debilen Alten verbringen.
Der eigentliche Spannungsraub geht derweil auf das Konto der nicht linearen Erzählung, bei der zu allem Überfluss noch ein Polizeipaar während der Aufklärung mitmischt. Da die Paare zu unterschiedlichen Zeiten aufkreuzen, sich die Verhaltensmuster jedoch arg ähneln, wird diesbezüglich nicht für Abwechslung gesorgt und auch die späteren Kills generieren nicht für den notwendigen Nervenkitzel. Teils sind vorab Tote zu erspähen, die erst später Bekanntschaft mit einer Waffe machen. Immerhin gehen die Gewalteinlagen in Form von einer Scherbe in Fuß und Hals, sowie Kehlenschnitt okay.
Da die Übeltäter sogleich feststehen und nur noch die Frage bleibt, ob und wer am Ende eventuell überlebt, vermag das Finale dem nichts Überraschendes entgegenzusetzen. Trotz minimaler Finten bleiben etwaige Twists aus und eine kurze Szene während des Abspanns ergibt rein gar keinen Sinn, da es hier offenbar noch eine Fortsetzung geben soll.
Folgerichtig unterhalten die knapp 83 Minuten allenfalls leidlich und während die Mimen nicht grade mit nuanciertem Spiel punkten und die Inszenierung mit seiner unaufgeregten Art zu keiner Zeit Adrenalinausstoß beim Publikum zutage fördert, kann der Film auch ausgelassen werden.
4 von 10