"Kill Bill Vol. 1" ist der grandiose Auftakt eines blutgetränkten Rache-Epos. Der coolste Regiesseur Hollywoods hat es wieder einmal allen gezeigt und auf ganzer Linie bewiesen, das er die unangefochtene Nr. 1 im Filme machen ist. Erzählt wird uns die Geschichte von einer Frau, (Uma Thurman) die alle nur "Die Braut" nennen. Kaum ist die kühle Blondine nach vier Jahren wieder aus dem Koma erwacht, plagen sie Erinnerungen an ihren damaligen Hochzeitstag. Alles fing gut an, endete jedoch in einem regelrechten Massaker. Ihr ehemaliger Auftraggeber und Geliebter Bill (David Carradine) machte ihr ein Strich durch die Rechnung und ließ die gesamte Hochzeitsgesellschaft von seinem Killerkommando exekutieren. Getrieben von eiskaltem Rachedurst, reist "Die Braut" nach Okinawa um sich von Hattori Hanzo (Sonny Chiba) ein Schwert schmieden zu lassen, das Gott selbst richten würden, wenn er sich dieser scharfen Klinge in den Weg stellen würde. Nach kurzem erstellen einer Todesliste ihrer Feinde beginnt sie auch schon den erbitterten Rachefeldzug, welcher eine blutige Spur hinter sich lässt und dem Wort Gnade jegliche Bedeutung entzieht. Sichtlich inspiriert ist die Story von dem Klassiker "Lady Snowblood" in dem Meiko Kaji (hier auch als Sängerin tätig) den Hauptpart als Racheengel übernahm. Die Erzählweise in "Kill Bill" wird uns in verschiedenen Kapiteln mit ausgefeilten Namen wie z. B. "Die blutbespritzte Braut" erzählt. Das ganze Geschehen wechselt sich ab, mit unglaublichen Schwertkampfszenen, spektakulären Martial-Arts-Kämpfen und düsteren Zeichetricksequenzen. Um Atmosphäre zu schaffen hielt Tarantino den Kampf gegen "Die wilden 88" in schwarzweiß. Bei diesem Showdown werden sämtliche Körperteile abgetrennt, die Köpfe rollen in Scharen und das Blut spritzt wie in Samuraifilmen meterweit. Nach diesem Szenario kommt der "eigentliche" Showdown mit Tokyos Unterweltkönigin O Ren Ishii (Lucy Lui). Untermalt wird dieser Kampf, bei dem O Ren den Oberteil ihres Hauptes verliert, von toller Musik der 70er Jahre ("Don't let me be Miss Understood"). Auch während des gesamten Filmspektakels kommt hochkarätige Musik zum Einsatz und rundet somit das Gesamtbild ab. Besonders cool fand ich persönlich, die Einblendung des "Shaw Brothers" Logo, wo man erkennen kann das sich Volume 1 um eine Hommage an die alten Easternfilme handelt. Ebenfalls haben die zwei Kung-Fu-Veteranen Gordon Liu Chia-Hui ("Die 36 Kammern der Shaolin") und Sonny Chiba ("Der wildeste von allen") einen kleinen Gastauftritt. Somit ist "Kill Bill" perfekt!
Fazit: Quentin Tarantino ist der Beste, bleibt der Beste und wird auch immer der Beste sein.