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Quentin Tarantino ist im Filmbusiness schon seit langem ein Synonym für das Unkonventionelle. Das bestätigt auch sein Killerepos „Kill Bill“.

Die Geschichte um eine Frau, die während des gesamten Films nur die „Braut“ genannt wird, beginnt in einer kleinen schmuddeligen Hochzeitskapelle in El Paso, Texas. Die Hochzeitszeremonie, die in vollem Gange ist, wird jedoch von dem Killerkommando „Tödliche Viper“, dem die Braut früher selbst unter dem Decknamen “Schwarze Mamba“ angehörte, unterbrochen. Denn die früheren „Arbeitskollegen“ der Mamba wollen unter der Führung des ehemaligen Liebhabers der Braut „Bill“ diese und ihre Hochzeitsgäste töten, jedoch waren sie nur teilweise erfolgreich, denn die Braut ist bloß ins Koma gefallen und dürstet nach ihrem Aufwachen nach blutiger Rache.

Und so dreht sich auch der Rest dieses filmischen Meisterwerks ausschließlich um die grausame Vergeltung der ehemaligen Profikillerin. Was dem Film an komplexer und ausgefeilter Story fehlt, macht er in allen anderen Bereichen mehr als wett. Besonders die Präsentation sticht aus der Masse der Actionfilme hervor. Denn Choreographie, Musik (unteranderem von „Nancy Sinatra“ und „Santa Esmeralda“), der Einsatz der vielen verschiedenen Farbfilter und die nicht spärlich gesetzten Filmzitate, die alle auf die früheren Tatrantinostreifen oder auf ältere Samuraischinken verweisen, machen die ultra-brutale, zweiteilige Rachesaga zu einem unvergesslichen filmischen Machwerk, besonders so unvergessliche Szenen, wie die gänzlich als Anime gedreht Einführung der Killerin „O-Ren Ishii“ oder der Kampf gegen die „Crazy 88“ sind unglaublich beeindruckend. Abschließend lässt sich nur noch sagen: „Dieser Film hat die zehn Punkte mehr als verdient und der zweite Teil kann kommen, schließlich sind noch nicht alle Namen auf der Todesliste durchgekreuzt“. (10/10)

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