Review

Kill Bill Vol1. ist der erste Teil von Tarantinos neusten Werk rund um den Rachezug von der ehemaligen Assassine Uma Thurman, die nach 5jährigen Koma erwacht, in das sie ihr ehemaliger Freund Bill befördert hat, und nun , man will es kaum glauben, ihn umbringen will . Bevor dies geschieht werden dann noch alle erledigt, die an dem Mordversuch, der das Koma schliesslich auch verursachte, beteiligt waren. Soviel zur Grundstory, die im Laufe der Zeit an Tiefe gewinnt und immer wieder in der nonlinearen Erzählung neue Details herauskommen lässt, dabei der Zuschauer aber immer folgen kann. Der Film ist in hauptsächlich als Hommage an einige Genres abseits des Mainstreames, in Vol1. wohl hauptsächlich dem Eastern, mit einigen elementen des Italowesterns,Animes,Martikal Arts und dem Giallo versehen, das eine genre mal mehr, das andere mal weniger. Wovon man ausgehen kann, und was in Kill Bill von allen Tarantinos wohl am deutlichsten ist,ist das die allermeisten Elemente sowohl in Handlung, Kamera, Stilmittel,Musik, Dialoge etc.geklaut vom Filmen der einzelnen Genres oder auch bekannteren Filmen bzw. von Elementen der Popkultur geklaut wurde. Doch trotz diesem Wissen muss man schliesslich eingestehen, dass es alles zusammen passt und einem so Unterhaltung pur serviert wird .Der Film ist an keiner Stelle langweilig, und auch die teilweise schlechten Dialoge bemerkt man nicht. Dass der Film keinerlei Realitätsanspruch beansprucht wird meiner Meinung nach schon in den ersten 10 minuten bzw. beim ersten Opfer der Rachebraut deutlich. Und allerallerspätestens beim den ultrablutigen Showdown, in dem Blut und abgetrennte Gliedmassen im Sekundentakt zu sehen sind, sollte dieses auch zu erkennen sein. Erkennt man dies jedoch nicht, dann können einige Probleme auf einen zukommen, da einiges an Härte, besonders eben in Vol1., und Unmenschlichkeit zu sehen gibt. Kill Bill ist nicht bzw. kaum mit den anderen Filmen von Tarantino zu vergleichen, jedoch ist der Regisseur doch schnell zu erkennen, da Dialoge, Erzählstruktur,Story(Mal wieder Gangster.....) etc. zwar irgendwie anders, aber eindeutig seine Handschrift tragen.

Auch neue Elemente, wie die großartige Kampfinszenierungen wirken auf den zuschauer erstaunlich und passen perfekt in das Gesamtkonzept des Filmes.

Fazit: Wenn man den Film nicht ernst nimmt und während des Filmes auf moralische Empörung verzichten kann, wird man bestens unterhalten in dieser brutalen,großartig inszenierten Hommage an heutzutage eher unbekanntere Genres (zumindest beim Mainstreampublikum)

9/10 Punkten

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