Alles was den Namen Quentin Tarantino trägt wird hochgepusht und als „unverkennbares Juwel der Filmgeschichte“ genant. Tja, das mag auf einige Perlen von ihm zutreffen. Aber dieses Werk ist nun wirklich nicht in der Reihe mit den besten Filmen aller Zeiten aufzunehmen. Nun wirklich nicht. Und ich bin jetzt schon mal froh das ich mit dieser niedrigen Bewertung am Film nicht alleine dastehe.
Also dann fangen wir mal an! Die Story hat mich am meisten an diesem Werk schockiert. In 2 Sätzen ist sie schon so gut wie erzählt, Frau wird in Koma geprügelt und nimmt Rache. Dabei meuchelt sie eben mal so mehrere 100 Schwertschwinger und arbeitet eine Liste an Racheopfer ab. Fertig! Noch simpler kann eine Story doch nicht sein (abgesehen von einigen Dudikoff ausfällen!).
Die Action beschränkt sich auf Schwertgewirbel und fliegenden Gliedmaßen. Die Fights sind sehr gut Choreographiert und bieten ein hurtiges Tempo. Allerdings wird dieses „Gewirbel“ (gerade in den letzten 20 Minuten) immer langweiliger. Aber diese Art von Action liegt ja ganz allein im Auge des Betrachters.
An Spannung ist kaum zu denken. Und das kommt weil die Story zu eintönig und teilweise zum sterben langweilig ist. Nur der gute Anfang konnte bei mir komplett überzeugen. Denn der bot einen sehr interessanten Zweikampf und einige gute Gags. Den Rest (also die restlichen 100 Minuten) waren nicht mehr so Atemberaubend.
Ich bin nun wirklich kein Verfechter von Gewalt in Filmen. Aber einige Szenen haben bei mir schon ein Kopf schütteln ausgelöst. Da fliegen Köpfe, Arme, Kopfhälften und sonstige Körperteile durch die Luft. Aber nicht genug der Taten. Dem Zuschauer serviert Herr Tarantino im Mitte des Filmes auch noch einen „saftigen“ Anime, der mit roter Farbe auch nicht spart.
Und was ich partout nicht ab kann, ist sinnlose und Menschenverachtende Gewalt. In einer Szene wird Lucy Liu von einem Typen beleidigt. Nach 4 Sekunden hat der gute keinen Kopf mehr. Mir ist schon bewusst das blutige Schwertkämpfe kein Kindertheater ist. Aber man hätte sich in einigen Szenen auch Mäßigen können. Daher finde die Altersbeschränkung durchaus berechtigt!
Die Darstellung ist eigentlich perfekt. Sogar Uma Thurman konnte mich mit ihrer Rolle sehr überzeugen. Allerdings besitzt die Figur leider gar keinen Sympathiewert. Lucy Liu kann ebenfalls glänzen. Allerdings sieht man viele andere Darsteller erst in „Volume 2“! Und natürlich kommt die Heldin sehr Cool rüber. Aber trotzdem reicht das nicht aus.
Und das Gedudel in diesem Streifen ist kaum noch als Musik zu bezeichnen. Und auch die Sounds (gerade wenn ein Akteur mit einem Morgenstern schwingt oder einfach hochspringt) sind unglaublich nervig, und komplett überflüssig. Da hatte man schon durchaus besseres vom Tarantino gehört und auch gesehen.
Von einer „realitätsnahen Story“ sind wir hier noch ca. 1000 Meilen entfernt. Quentin Tarantino ist durchaus ein toller und auch erfolgreicher Regisseur aber nicht alles was man auch „dreht“ wird automatisch zu Gold. Auch wenn das einige Leute von Quentin Tarantino steif und fest behaupten. Trotzdem muss ich einen großen Positiven Punkt noch nennen.
Auch wenn der Film inhaltlich Müll ist, bin ich irgendwie gespannt auf den zweiten Teil (ähh, ich meine „Volume 2“). Genauso wie bei Jackie Brown. Der Film war eigentlich langweilig und lahm, aber trotzdem kam ich nicht aus dem Sessel. Und das waren durchaus keine Gesundheitlichen Probleme. Und so ging es mir mit diesem Streifen ebenso.
Fazit: Ein Meisterwerk? Das Potenzial hatte „Kill Bill“ durchaus. Gerade bei den perfekten Beginn hätte man den Film noch Abwechslungsreicher gestalten können. Leider wurde an der Story wenig gearbeitet. Dafür aber eher an Splattereffekten. Leider entsteht auch stellenweise Langeweile. Jedoch wird eine Kritik um „Volume 2“ sicherlich folgen. Trotz der vielen Kritikpunkte ist mal wieder eins klar, dieser Film ist durchaus ein ungewöhnlicher aber gleichzeitig auch ein sehr faszinierender Streifen.
Kurzfazit: Lahme Story mit viel Gewalt!