Review

Kill Bill - lang erwartet und doch etwas, nur etwas enttäuscht. Was ganz einfach daran liegt, dass der Film in zwei Teile zerhackt wurde, was einen total aus der Atmosphäre bringt. Man ist sich gerade der Tatsache bewusst geworden, dass man wohl einen der härtesten Mainstreamfilme aller Zeiten gesehen hat, der vielleicht nur noch von Starship Troopers getoppt wird, aber das ist ja Science-Fiction... Gut viel realer als in Verhoeven Schlacht(en)epos geht es in diesem Film auch nicht zu. Die Handlung ist schon unreal, schon das Grundmuster auf dem der Film aufbaut ist unreal. Die Hauptaktrice (Uma Thurman) bekommt von Bill (genau den Kill Bill) eine Kugel durch den Kopf gejagt und liegt 4 Jahre im Koma. woraus sie durch sexuelle Zudringlichkeiten des Kumpels eines Pfleger erwacht, der dafür dem Pfleger 75$ zahlt, was Miss Thurman eindeutig nicht befriedigt, da sie ihn äußerst blutig, aber nicht näher beleuchtet umbringt. Der Pfleger verliert danach nicht nur die Nerven, sondern auch sein Leben, was ihm durch Zertrümmern des Schädels unter zu Hilfe Name von Stahltür und Rahmen genommen wird. Da kann unsere Anti-Heldin, Anti im besten Sinne, noch nicht einmal richtig gehen, da durch Koma die Muskeln zusammenschrumpfen. Danach klaut sie sich das Auto eines der beiden und regeneriert sich innerhalb von 13 Stunden soweit, dass sie Auto fahren kann. Als erstes prügelt sie sich mit O-Ren Ishii, dargestellt von Lucy Liu, was Tarantino allerdings ans Ende gestellt hat, vorher besorgt sie sich noch ein Samurai-Schwert von einem Kneipenwirt, der von Sonny Chiba gespielt wird. Also sie macht O-Ren Ishii inklusive ihrer kompletten Bande nieder, was sehr blutig dargestellt wird. Da fliegen die Köpfe, Arme, Hände, Beine, Füße nur so durch die Gegend. O-Ren Ishii bekommt ihre Schädeldecke entfernt (das sieht echt eklig aus). Dann schmeißt sie die Assistentin von O-Ren, der sie vorher den Arm abgehackt hat vor ein Krankenhaus, mit der Bemerkung, dass sie Alles Bill erzählen sollte. Dann ist Black Mamba dran, eine andere Killerin, die passenderweise eine schwarze ist, dass ist nicht ganz so blutig, ist im Film allerdings auch der Anfang.
Danach wird die Vorgeschichte erzählt, dann wird der Lebenslauf von O-Ren Ishii erzählt, als Anime!!! Dann ist O-Ren Ishii dran. Bill ist bis zum Ende des Films nicht einmal richtig zu sehen. Macht aber nichts, steigert es doch die Vorfreude auf Teil 2, endlich mal David Carradine in Aktion zu sehen. Der Film selbst ist perfekt gemachtes Action-Kino für Asienfreaks, wilde Kamerafahrten und nicht enden wollende Kampfszenen lassen selbst (den langweiligen) MATRIX alt aussehen. Dass die Gewalt nicht jedermanns Sache ist, stimmt begrenzt, ich denke es wird etwas hochgespielt. Der Film selbst hat keinen Realitätsanspruch. Er ist überzogen und teilweise nicht nur in der Manga-Szene comichaft. Daraus resultiert, dass einem dem der Kopf abgehackt wurde schon mal ein zwei Meter Strahl Blut aus dem Hals schießt.
Ich fand den Film sehr gut, kann wie gesagt nur nicht verstehen, dass er in zwei Teilen ins Kino musste. Gut er wird fast 4 Stunden lang sein und die Produzenten wollten ihn nicht so lang haben, da hat ihn Tarantino dann geschnitten. 10/10 in der Hoffnung, dass der zweite Teil genauso genial ist.

Details