Kill Bill Vol. 1, Keine Jugendfreigabe:
Vorweg, die Altersfreigabe geht voll in Ordnung und dürfte auch nicht niedriger ausfallen*g. Einer der längsten Filme mit einer ultrakurzen und einfachen Story, dass sie schon in einem Satz erklärt ist. Der Film ist weder misslungen noch ein Meisterwerk. Man merkt natürlich deutlich, das Tarantino viel geklaut hat, besonders bei sich selber, aber an die Klasse von Pulp Fiction oder Reservoir Dogs reicht es bei weitem nicht. Leider ist er an manchen Stellen sehr langatmig, besonders wenn nicht gesprochen wird und auch keine Hintergrundmusik läuft. Allerdings sind die Kampfszenen wirklich hammermäßig, wenn auch extra teils etwas komikhaft übertrieben. Genau wie bei Pulp wird in Kapiteln gezeigt und keineswegs in der richtigen Reihenfolge, was manchmal etwas verwirrt, aber man ja vom Quentin gewohnt ist. Im Vergleich zu seinen Vorwerken gibt’s auch relativ wenig sarkastische Dialoge(sowas wie "Trinkgeld für die Kellnerin" hab ich vermisst), für die er berühmt geworden ist. Kampfszenen sind extrem brutal und blutig, das Blut spritzt in Fontänen (im wahrsten Sinne des Wortes) und die Körperteile fliegen rum wie Kleider im SSV. Eigentlich würde mich der extreme Asientouch nicht stören, aber immer wenn die in Landessprache redeten waren englische Untertitel...hätte gerne weniger sein können, halt Geschmackssache. Leider war der blutigste Kampf in schwarz-weiß, vielleicht sollte das die Härte rausnehmen. Ein Endfazit kann man aber wohl erst nach Vol. 2 ziehen...allerdings gibt’s tatsächlich ganz zum Schluss eine große Überraschung, aber die muss jeder selbst rausfinden. Alles in einem lässt es sich gut ansehen, aber ich hatte irgendwie etwas "mehr" Tarantino erwartet, er kann das besser. Sehr brutal, aber nicht der brutalste Streifen, der auf Zelluloid gebannt wurde. Also bisschen weniger asiatisch, dafür etwas mehr Tarantino-Humor/Dialoge und fertig ist das Spitzenmenü*g. Hauptsächlich die Kämpfe halten den Film über Wasser, und die besten kommen ziemlich spät. Man mag mich verrückt nennen, aber der ganze Film erinnert ein bisschen an Handlungen wie in Pc-Games (eine Figur startet alleine, reist um die halbe Welt, besorgt sich Waffen und kämpft dann gegen immer größer werdende Feindmassen und hat zig Leben*g, Dialoge wie bei Monkey Island).
gerade noch 7/10