"Rache ist ein Gericht das man am besten kalt serviert" (Klingonisches Sprichwort)
So fängt einer der ungewöhnlichsten und coolsten Filme es Jahres an. Außerdem ist dies der 4. Film von Kultregisseur Quentin Tarantino. Es gibt nur wenige Regisseure die ihren eigenen Stil entwickelt haben. Tarantino ist jedoch einer dieser Regisseure.
Die Story von Kill Bill ist nicht sonderlich originell allerdings ist dies auch nicht weiter schlimm weil Kill Bill die einfache Story genial erzählt. Ähnlich wie bei Pulp Fiction läuft die Geschichte in Kill Bill nicht chronologisch ab sonder ist zusammengewürfelt. Dies macht den Film sehr interessant. Der zweite originelle Punkt ist die visuelle Umsetzung von Kill Bill. Manchmal ist der Film nur in schwarz-weiß gehalten oder nur in blau und schwarz, es gibt sogar einen kurzen Rückblick der im Anime-Stil gehalten ist. Solche Ideen finde ich persönlich einfach genial. Und es passt einfach perfekt zum Flair des Filmes.
Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Filmmusik! Die Filmmusik in Tarantino-Filmen ist meist immer etwas ungewöhnlich aber passt genial zum Film. Genauso abgefahren wie die Filmmusik sind auch die Kamerafahrten. Ganze Szenen werden aus der Vogelperspektive gefilmt.
Über die Darsteller braucht man nicht sonderlich viele Worte verlieren. Alle Darsteller sind alle bekannt auch wenn man Michael Madsen oder David Carradine Ewigkeiten nicht mehr auf der Leinwand gesehen hat. Uma Thurmann kauft man die eiskalte Rächerin sehr gut ab und Lucy Liu hat mir noch nie so gut gefallen wie hier in ihrer Rolle als Killerin.
Kill Bill ist eine einfache Rachestory was natürlich mit viel Actionszenen verbunden ist. Die Actionszenen sind alle genial gemacht. In Kill Bill wird nicht geballert hier wird ordentlich mit Samuraischwertern aufgeräumt. In den perfekt choreografierten Kämpfen wird nicht gerade zimperlich gekämpft. Das Blut spritzt in Kill Bill literweise aus abgeschlagenen Köpfen oder Armen. Gerade am Ende wenn die Braut gegen die wilden 88 kämpft geht es ordentlich zur Sache. Jedoch ist die Gewalt in diesem Film so überzogen das sie einfach nicht mehr realistisch ist. Trotzdem sollten empfindliche Gemüter diesen Film meiden.
Quentin Tarantino wird seinem Ruf als Kultregisseur gerecht. Was er hier gezaubert hat ist echte Filmkunst. Ein übler Beigeschmack bleibt jedoch. Kill Bill ist in zwei Teile aufgeteilt und der zweite Film kommt erst im Februar 2004. Bei Filmen mit deutlicher Überlänge macht dies ja noch sinn aber Kill Bill geht gerademall 110 Minuten. Das riecht leider ordentlich nach Abzocke. Trotzdem ist dieser Film ein MUSS!!
9 von 10 Punkten