Um den Film vorweg zu entzaubern, sei gesagt, dass es sich um das meist überschätzte Machwerk des Jahres handelt. Sicherlich ist es der herausragenden schauspielerischen Leistung von Maika Monroe und dem immer wieder erfrischend theatralischen (Over-)Acting eines Nicolas Cage zu verdanken, dass der Film überhaupt Beachtung und Erwähnung findet.
Tatsächlich aber ist der Mystery-Thriller ein inhaltlich abstrakter Murks, dessen Ideologie und Theatralik in keinem begreiflichen Kontext steht. Zwischen Anklängen zu okkultem Teufelswerk, triebhafter Serienmörderei und metarationaler Verbindung der Ermittlerin, ergibt sich ein behäbiger Kauderwelsch, der irgendwo zwischen Jordan Peele-Filmen und Akte X pendelt, ohne sich entscheiden zu können, ob er Psychothriller, Okkultmärchen oder Fernsehkrimi sein will.
Darüberhinaus verpasst es der Film gänzlich, einen signifikanten Spannungsbogen zu erzeugen. Der Film spult sich gemächlich ab, die Handlung geschieht ohne Höhe und Tiefe. Selbst die Intention des Aggressors und aller beteiligten Charaktere bleibt weitgehend vage und wird, wenn überhaupt, mit eher pragmatischen Beweggründen abgehandelt.
Die Bilder des Films passen indes zur Grundstimmung und transportieren vom ersten Moment an eine sterile Unterkühltheit, die man sonst eher aus dem europäischen Kino kennt.
Fazit: Gutes Schauspiel und famose Fotografie stehen einem mangelhaften Geschichtsbogen und fehlender Spannung entgegen. Da wurde leider viel Potenzial verschenkt.