Let's live our life to the fullest
Jennifer ist gläubig und lebt in ärmlichen Verhältnissen zusammen mit ihrem Mann Spencer und ihrem Sohn Max. Trotz eines lukrativen Jobs in einem Juweliergeschäft, reicht das Geld vorne und hinten nicht, weil Spencer das ganze Geld verspielt, wovon Jennifer aber nichts weiß. Als dann auch noch Max schwer krank wird und Spencer einen großen Berg an Schulden hat, werden die Geldprobleme immer größer. Nachdem Jennifer von ihrem aufdringlichen Chef sexuell genötigt wird, verliert sie ihren Job und trifft ihre alte Schulfreundin Rica wieder. Diese arbeitet als Sugar Baby in dem noblen Club Paraiso. Anfänglich noch zurückhaltend nimmt sie mit Blick auf die große Kohle das erste Angebot eines Kunden an. Später lernt sie noch Eric kennen und verliebt sich in ihn, unwissentlich welche Identität er eigentlich hat.
Wir haben in diesem spannenden Drama mal wieder sehr gut agierende Schauspieler. Azi Acosta glänzt nicht nur mit ihrem hübschen Gesicht (z.B. wenn sie am Anfang die Haare zu einem Zopf zusammengebunden hat), sondern auch der großartigen Mimik, die sich darin abspielt. Auch die weiteren Darsteller machen ihre Sache zufriedenstellend. Desweiteren möchte ich hier die Kameraarbeit mal wieder loben, die nicht nur schöne Winkelaufnahmen eingefangen, sondern auch die ein oder andere Bettszene sinnlich inszeniert hat, bei der schöne entspannte Elektromusik eingesetzt wurde. Ebenso kam im Abspann noch ein schönes Lied ("Kama") von Marion Aunor vor.
"Sugar Baby" lässt den Zuschauer mitfiebern, ob Jennifer das nötige Geld für die Krankenhausbehandlung ihres Sohnes zusammenbekommt, sie ihren spielsüchtigen Mann endlich verlässt und vielleicht mit Eric glücklich werden kann. Der überraschende Twist am Ende ist ebenso gut eingebaut. Azi Acosta hat bisher in diesem Film am meisten geweint und selbst mir lief am Ende mal eine kleine Träne die Wange hinunter.
PS: Nicht den Trailer anschauen, der verrät zu viel