Der weise Gelehrte Akronos hat eine bedeutende Entdeckung gemacht, die der Menschheit zum Fluch oder zum Segen werden. Sein ehemaliger Schüler Zor ist nur auf Macht aus und bringt Akronos in seine Gewalt, damit dieser seine Geheimnisse verrät. In letzter Sekunde entsendet Akronos seine Tochter Mila zu seinem anderen Schüler Ator, der für das Gute einsteht. Gemeinsam mit Ators Freund Thong versuchen sie den Gelehrten zu retten, doch sie werden verraten und gefangen genommen. Sie sollen dem Schlangengott, einer gigantischen Schlange, geopfert werden.
Filmische Inkontinenz, äh, meine natürlich Inkompetenz, dein Name war,sei und bleibe Joe D´Amato, denn wer außer dem umtriebigen kleinen Italiener schafft es, in einer simplen Conan Kopie so lustige Sachen wie Samurais, Riesenschlangen, Atomenergie, Höhlenmenschen, Renaissance Schlösser und Unsichtbare zu vermengen, als der gute Joe in Ator, der Unfrisierbare mit seinen gestählten Muskeln (wirklich Respekt, Miles O´Keeffe bringt hier durchaus eine beeindruckende Physis mit) und der eisernen Fönfrisur, für die dutzende unschuldige Flaschen Drei Wetter Taft ihr Leben lassen mußten.
An Ator der Unbelehrbare ist wirklich alles extremer Schund erster Güte und genau dafür muß man ihn wirklich heiß und innig lieben. Für mich gibt es zwei Kategorien schlechter Filme, nämlich doof/doof und lustig/doof und in letztere Sparte würde ich das zweite Ator Abenteuer einsortieren, in seinem trashigen Irrsinn nur noch von Einer gegen das Imperium einzuordnen. Im Laufe dieses auf Silberscheibe gepreßten hysterischen Narretei will uns Opa Joe doch tatsächlich weismachen, das hier irgendwelche Zausel die Atombombe erfunden haben (Oppenheimer war wohl doch nur ein billiger Raubkopierer), ein Typ in Fellunterbuxe das Paragliden erfindet, ein Nullinger mit Dschinghis Khan Lookalike-Ambitionen als Bösewicht und italienische Requisiteure von lebensechten Riesenschlangen keinerlei Ahnung haben.
Egal, ob man sich jetzt die billige Riesenboa aus dem Schrank von Jim Henson betrachtet, die technisch grausligen Schwertkämpfe, das heldenhafte Schattenboxen gegen unsichtbare Gegner oder die mehrfach besuchten immer gleichen Sets nimmt (ich verspüre nach jedem Sehen den Wunsch diese lustige Höhle zu besuchen, die für mehrere Szenen immer wiederverwendet wird), hier geht kaum etwas zusammen. Im Gegensatz zum kreuzlangweiligen ebenfalls an diesem Wochenende gesehenen Reise nach Promethea, gibt es aber hier den günstigen Umstand, das Ator II einfach einen Heidenspaß macht. Der Streifen ist einfach so schrottig, das er schon wieder Spaß macht. So die Kategorie, mit Bier und Kumpels das Ganze im MST3K Stil Schönquatschen den ganzen gesammelten Irrsinn. Ja, das Fantasy Genre liegt den Italienern einfach im Blut, Deodatos die Barbaren schlägt ja in dieselbe Kerbe und sein blanko durch die Bank Trashgourmets ans Herz gelegt. Schwer wird's da aber mit der Bewertung. Gerne würde ich hier locker 8 Punkte raushauen für einen Film der neutral betrachtet maximal zwei Punkte wert ist. 8 + 2 sind zehn, durch zwei geteilt dürfte ein einigermaßen fairer Mittelwert sein.
Oder wie man bei Schlefaz sagen würde, Ator und Btor wollten durchs WC Tor, aber kamen nicht durchs Dreh-Tor
5/10