Review

Da hätten wir also schon den dritten Teil der Dinosaga, die schon nach Teil 1 nicht mehr das Wahre war....
Die Story ist so blödsinnig wie einfallslos: Ein kleinen Jungen verschlägt es beim Drachenfliegen mit dem Motorboot auf Site B, also die Dino Insel aus Teil 2, und seine besorgten Eltern wollen ihn natürlich retten. Dazu engagieren sie Allan Grant und fliegen zurück zur Insel. Ab dann ist alles wie gehabt: Flugzeug geht kaputt, wodurch die Gruppe nicht von der Insel wegkommt und dann kommen die Dinos und das große Geschreie und Gerenne geht los.
Nun, was soll man sagen, Dreamworks engagierte zur Verfilmung dieses Käses Joe Johnston, einen zugegebenermaßen nicht besonder begabten Regisseur. Konnte der zweite Teil wenigstens noch von seinen guten Bildern und einer gewissen Spannung leben, fehlt beides hier völlig. Die Akteure kommen von einer gefährlichen Situation in die nächste, wobei von Anfang an klar ist, wer überlebt und wer nicht. Die Schauspieler sind mir, bis auf Sam Neill, der hier seine Rolle aus Teil 1 nur wiederholen muss, nicht sehr symphatisch. Tea Leoni spielt blass wie immer, sie und ihr Filmehemann stellen sich besonders dumm an (was mich als Zuschauer immer aufregt), aber das schlimmste, grausamste und härteste von allen ist dieser Junge. Ich hasse Kinder in Filmen, die den jungen Publikum als Identifikationsfigur dienen sollen. Schon der erste Auftritt unseres Exemplars hier ist ein echter Lacher: ganz alleine befreit er, wie Rambo gekleidet und mit Nebelgranaten bewaffnet, die Gruppe aus den Fängen von Raptoren. Was haben wir gelacht! Natürlich ist dieses Kind aus der Kellogspackung noch ein richtiger Neunmalklug und arrogant noch dazu. HILFE!!!
Die Actionszenen sind zwar total unlogisch und unrealistisch, aber denoch ganz gut gefilmt und geschnitten, auch wenn jegdliche Spannung durch die Vorhersehbarkeit des Drehbuches zerstört wird.
Die Musik ist wie gehabt, blos diesmal nicht von John Williams sondern eine lieblose, leicht veränderte Kopie seines Soundtracks zu den ersten beiden Teilen.
Das Ende des Films ist übrigens eins der dämlichsten, die ich in der letzten Zeit "bewundern" durfte.
Fazit ist, dass "Jurassic Park 3" nicht einmal mehr gute Unterhaltung darstellt sondern nur noch eine lieblose Abfolge von Computereffekten ist.
3/10

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