Review

Ursprünge & Untypen

Culkin und Eisenberg untersuchen die jüdischen Ursprünge ihres filmcharakterlichen Stammbaums, reisen als moderne Amerikaner nach Polen und fahren u.a. zu Konzentrationslagern, Gedenkstätten, Sehenswürdigkeiten, dem Haus ihrer gerade verstorbenen Oma - und lernen somit einiges über Schmerz, ehrliche Trauer, Vergangenheit und... ihre Freundschaft?!

Schuld & Sündenböcke

Ähnlich wie mit Eisenberg selbst verhält es sich auch mit "A Real Pain" - entweder die quirky Art geht einem schnell auf die Nerven (obwohl Culkin hier fast noch deutlich schlimmer ist) oder man liebt ihn trotz seiner offensichtlichen Schwächen noch mehr als einen fehlerfreieren Charakter. Und auf mich trifft in diesem Fall zum Glück eher Letzteres zu. "A Real Pain" behandelt den Holocaust, Vergangenheitsbewältigung, Schmerz, Trauer und Freundschaft sehr speziell, sehr sensibel, sehr anders. Und das kann etwas sehr Gutes sein. Eisenberg und Culkin haben eine famose, glaubhafte Chemie. Ihre Figuren sind fehlerbehaftet mögenswert und verständlich. Etliche Dialoge sind schlicht herausragend natürlich geschrieben und vorgetragen. Und einige Szenen haben mich sichtlich berührt. Alles aber auf einem sehr kleinen, intimen, indie Niveau, wie man es von Searchlight Pictures kennt und sich erhofft - auch jetzt noch unter'm Mäusebanner.

Fazit: Sightseeing zwischen Ausschwitz und Antiwitz... Ich bin gerne mit diesen zwei Jungs nach Polen gereist, trotz/gerade wegen ihrer Spleens, Fehler, Probleme und Nervigkeiten!





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