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Offensichtlich hat Naschy den Film "Betrogen" (1971) von Clint Eastwood als Vorlage genommen und zu einem mysteriösen Gruselthriller verwurstet, der mit schwarzem Humor, surrealen Szenen und reichlich derben Stoff angereichert wurde. So schwanken seine Ideen zwischen komikhaft überzeichnet, düster und morbide, bis hin zu dramatisch und trivial. Das Treiben ist mal bierernst, mal Giallo (der Mord im Keller an den beiden Einbrechern), mal witzig (der ständig geile Tierarzt!), mal brutal, mal grotesk oder mal kitschig. Naschy legt sich nicht fest und liefert mit "Karneval der Bestien" einen Rundumschlag ab, der ziemlich sehenswert ist (siehe Endtwist!), dessen co-japanische Note leider aber nur durch seine zwei Nippon-Darsteller durchschimmert. Gerne hätte man diesbezüglich mehr Exotik und Landschaftsaufnahmen zu sehen bekommen. Im Jahr 2021 erstmals in deutscher Sprache von Shock Entertainment erschienen.