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Need for Speed

Dies ist die koreanische Antwort auf „The Rock“ und „Speed“, deren Motive vermischt werden. Als Plagiat sollte man den Film allerdings nicht sehen, denn die Aufbereitung des Stoffes ist nicht vergleichbar, da die Beziehungen zwischen den Figuren sehr ungewöhnlich sind, zumindest für westliche Sehgewohnheiten. Dies gilt auch für die Erzählweise des Stoffes.

Der asiatische Film erlangt bekanntermaßen international immer mehr Aufmerksamkeit und grade in Süd-Korea sind in letzter Zeit einige der besten Filme der Region entstanden, man denke nur an den Geheimtipp „Say Yes“, der 2002 auf dem Fantasy Filmfest zu sehen war. Diese Einschätzung trifft hier leider nur teilweise zu:

Die Action ist wirklich gut umgesetzt, dass ganze ist sehr emotional und in schönen Bildern erzählt. Die sympathischen Darsteller sind mittlerweile auch für das interessierte Publikum jenseits des asiatischen Raums keine Unbekannten mehr (Bae Doo-na kann man beispielsweise im gleichen Jahr auf dem Fantasy Filmfest auch noch in „Sympathy For Mr. Vengeance“ bewundern) und können darstellerisch voll überzeugen. Der Film ist eigentlich sehr gelungen, doch es gibt einfach neben sehr guten und sinnvollen Elementen der Handlung auch einige massive Logikfehler, die zum Teil fast schmerzen. Vermutlich hat man diese während der Produktion bewusst in Kauf genommen, da sonst die Story nicht funktioniert hätte, jedoch irritieren diese Makel enorm.

Da der Film aber über eine große Frische verfügt, kann man ihn Action-Fans durchaus empfehlen, solange man im Hinterkopf behält, einen Film der Güteklasse A zu sehen, dem jedoch das Drehbuch eines B-Films zugrunde liegt.

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