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Wenn man sich den Covertext zu "Utopia" durchliest, dann könnte man meinen einen richtig guten Film präsentiert zu bekommen. Doch leider ist die Story im Film ziemlich ereignislos und plätschert zum Großteil nur belanglos vor sich.

Es geht um Adrian (Leonardo Sbaraglia), den seit seiner Kindheit Visionen plagen, mit denen er Unglücke vorhersehen kann. Da er elternlos ist, wird er von Samuel adoptiert, der Anführer einer solchen Gruppe von Sehern ist. Diese Gruppe nennt sich "Utopia" und versucht mit den Vorhersehungen bedeutende Personen vor Unheil zu schützen. Doch Adrian leidet sehr unter dieser Gabe und entzieht sich als Erwachsener dem Einfluss von "Utopia". Doch Samuel kann ihn noch zu einem letzten Auftrag überreden, der allerdings unheilvolle Kettenreaktionen verursacht und Adrian zur Zielscheibe von Polizei und "Utopia" macht. Doch die Polizei unter dem erfahrenen blinden Inspektor Hervé (Tchéky Karyo) kommt immer mehr hinter die Geheimnisse und auf die Spuren Adrians...

Wie gesagt, was sich sehr spannend anhört, ist es im Film nicht wirklich. Zu unspektakulär plätschert die Story vor sich hin, noch nicht mal ein bombastisches Ende gibt es, welches vorangehende Storyschwächen wieder wettmachen könnte.

Dies ist insgesamt wirklich schade, zumal die schauspielerischen Leistungen als auch die Optik des Filmes wirklich top sind. Tchéky Karyo als blinder Polizist spielt wirklich gut, man glaubt ihm das ihm das Leben nicht immer wohl gesonnen war, er lässt sich aber nicht unterkriegen und leistet hervorganende Polizeiarbeit. Auch Leonardo Sbaraglia kann als Adrian überzeugen, der ebenfalls von Leben leidgeplagt ist und sich eigentlich nur ein normales Leben wünscht. Die Regieleistung von María Ripoll ist ansich top, doch die extremen Storyschwächen konnte sie damit nicht bereinigen. Kameraführung und Szenenbild sind auf höchstem Niveau und wirklich schön anzuschauen.

Doch was nützt dem Film seine hervorragende Optik und die guten Schauspieler, wenn die Handlung dazu zum Einschlafen langweilig ist und null Action bietet. An sowas sind schon etliche Filme gescheitert, auch "Utopia" kann sich in diese Liste eintragen. Mit zumindest ein paar längeren Actionszenen hätte man hier viel retten können, getreu dem Vorbild vieler US-Produktionen. Doch so bleibt nicht mehr als 90 lediglich visuell schön anzusehene Minuten, in denen man auch etwas Anderes hätte machen können.
4 von 10 Punkten.

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