Review

iHaveCNit: Immaculate (2024) – Michael Mohan – Capelight Pictures

Deutscher Kinostart: 04.04.2024

gesehen am 09.04.2024

Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 2 – Reihe 16, Platz 20 – 20:35 Uhr

Kommen wir im variationsreichen Showcase von Sydney Sweeney im ersten Drittel des Jahres 2024 mit ingesamt 4 Filmen „Anyone But You“ , „Reality“ und „Madame Web“ nun zum letzten des Quartetts „Immaculate“ von Michael Mohan, den ich mir natürlich auch im Kino ansehen wollte, um zumindest bei der Erfahrung des Films nicht mehr unbefleckt zu sein.

Cecilia, eine amerikanische Nonne aus Detroit kommt nach Italien um dort in einem Kloster für todkranke Nonnen ein frommes Leben zu verbringen. Doch schon nach kurzer Zeit kommt es dort für sie zu mysteriösen Zwischenfällen, durch die sie auch schwanger und fortan im Kloster festgehalten wird.

„Immaculate“ ist mit 89 Minuten einigermaßen kompakt und daher aufgrund seiner kurzen Länge auch relativ zügig und unproblematisch anzuschauen. Dieser etwas unentschlossene Horror-Mix aus okkultem, religiösen und darüber hinaus auch einem Bedienen von zum Beispiel Nunsploitation-Horror als auch Schwangerschaftshorror-Filmen pendelt von durchaus klassischen, routinierten, wenig überraschenden und harmlosen Schockeffekten hin zu Schockeffekten, deren Anteil an Blut, Gore-Effekten, Ekelhorror und Bodyhorror-Elementen durchaus nicht mehr als harmlos anzusehen ist. Teils bin ich auch nicht ganz durchgestiegen, ob sich der Film ernst nimmt oder eher nicht, denn wenig eingestreute One-Liner haben für mich eher unfreiwillig komisch gewirkt und den Film etwas unentschlossen wirken lassen. Dazu ist der Film in seinen Möglichkeiten und Konsequenzen auch nicht seinen schockierenden Weg auch visuell zu Ende gegangen. Klar gibt es hier und da vielleicht auch nuanciertes oder vielleicht eher als flach zu interpretierendes Schauspiel von Sydney Sweeney zu sehen, dass man ihr jedoch die Möglichkeit gibt, sich ein wenig als eine Art Scream-Queen zu etablieren ist doch schon mal etwas. Dennoch ist für mich in diesem Jahr genau der Film mit ihr am Besten, wo man sich am wenigsten auf ihre durchaus optisch vorhandenen Qualitäten verlässt, sondern ihr auch schauspielerisch etwas mehr Raum gibt. Und das ist die unbefleckte Realität.

„Immaculate“ - My First Look – 6/10 Punkte





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