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Schlechte Laune made in Österreich. Kein Horrorfilm, dennoch der pure Horror. Eine ländliche Region vor circa 250 Jahren, die Konfrontation mit dem Gegenentwurf zur Moderne, einem wirklich harten Leben. Nicht nur physisch, auch psychisch, sind die täglichen Freuden doch im Minimalbereich. Hauptfigur Agnes ist tendenziell nicht für dieses trostlose Sein geschaffen, alle Umstände bekräftigen die sich anbahnende Abwärtsspirale, mit der Konsequenz einer fatalen Schwermut. Die darauffolgenden Taten sind nicht Konsequenz eines bösen Geistes, sondern eines zerrissenen. Den hauptsächlichen Anteil an dem Unglück haben dabei diese und jene folgenschwere gesellschaftliche und vor allem religiöse Vorgaben für das Bestehen im Diesseits.
Die Gegebenheiten und Bräuche, sowie deren Konsequenzen fordern dem Zuschauer von Anfang an. Die melancholische Stimmung überträgt sich unweigerlich, wenn man sich denn auf dieses eher abseitige Seh- und Hör-Erlebnis einlässt. An der Stelle natürlich auch die Folge, dass die Sichtung für mich wohl einmalig war, Selbstschutz.

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