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An bekannten Namen mangelt es dem Actioner unter der Regie von Christian Sesma nicht und bei der Vorstellung eines Zusammenspiels zwischen Frank Grillo und Scott Adkins dürfte bei Genrefans eine gewisse Vorfreude aufkommen. Doch diese wird spätestens im Mittelteil zusehends getrübt.

Veteran Duffy (Grillo) leidet unter einer traumatischen Störung und ist kaum in der Lage, seine Wut zu kanalisieren, was auch Max (Mekhi Phifer) mitbekommt. Er lässt Duffy bei Straßenkämpfen antreten, um etwaige Schulden beim Veranstalter Sage (Dermot Mulroney) zu begleichen. Doch dann schalten sich korrupte Cops um Ridgway (Jaime King) ein und Duffy und Max geraten mitten in die Schusslinie…

Der Einstieg mit Kriegshandlungen, kleinen Explosionen und Feuergefechten ist einigermaßen ansprechend inszeniert und vor allem wird die Hauptfigur bei und nach einem Kartenspiel in einer Kneipe kurz und effektiv charakterisiert, was sich im späteren Zusammenspiel mit Max und dessen Familie noch verfeinert und eine der Stärken des Streifens markiert.

Ansonsten erscheint hier nichts originell und noch weniger durchdacht. Mit der reinen Konzentration auf illegale Kämpfe, die in ihrem Aufbau und der Machart entfernt an „Lionheart“ mit van Damme erinnern, hätte die Chose wahrscheinlich besser funktioniert.
Doch es mussten noch korrupte Cops, Geldwäsche, verfeindete Gangs, Erpressung und kleine Familientragödien untergebracht werden, was final mit einigen Handlungslücken behaftet ist, zumal einigen Lagern schlicht die sichtliche Motivation fehlt.

Immerhin tummeln sich noch einige bekannte Gesichter, welche eine zumeist ordentliche Chemie entwickeln, was den Stoff nicht gänzlich durchhängen lässt. Grillo und Phifer bilden ein taugliches Team und auch Mulroney erhält ein paar solide Momente. Schwieriger wird es mit Jaime King, die mit stets veränderten Frisuren fast zum Fremdkörper wird, zumal ihre Figur bis zuletzt keine eindeutige Funktion vorweist. Bis auf einige Rapsongs geht auch der Score in Ordnung, während Impressionen eines nächtlichen LA ebenfalls gelungen sind.

Insgesamt kommt die Action ein wenig zu kurz, obgleich den Fights zumindest eine gesunde Härte anhaftet, was durch einen Röntgenblick-Gimmick kurzfristig noch verstärkt wird. Leider werden fast ausschließlich Faustkämpfe bestritten und es ist schade, dass Adkins nur als Cameo mit wenig Körpereinsatz fungiert. Das offenbart auch der eher schwache und kaum spannende Showdown mit vielen Ballereinlagen und wenig Suspense, was stellvertretend für den kompletten Streifen steht.
4,5 von 10

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