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Die idealistische Gefängniswärterin Eva steht vor dem Dilemma ihres Lebens, als ein junger Mann aus ihrer Vergangenheit ausgerechnet in das Gefängnis verlegt wird, in dem sie arbeitet. Ohne ihr Geheimnis preiszugeben, bittet Eva darum, in die Abteilung des jungen Mannes namens Mikkel versetzt zu werden – die härteste und gewalttätigste Abteilung des Gefängnisses. Hier beginnt ein beunruhigendes psychologisches Drama, in dem sowohl Eva nicht nur ihre Moral, sondern letztlich auch ihre Zukunft aufs Spiel setzt.

Was denn nun in der Vergangenheit passiert ist, wird lange geheim gehalten und der Zuschauer fragt sich natürlich, was denn da nun passiert sein könnte, dass die Dame so einen obsessiven Hass auf den Gefangen hat.

Wurde der Streifen im ersten Abschnitt sehr realistisch inszeniert (soweit ich das als bisher Nichtinsasse eines Gefängnisses beurteilen kann), wendet sich das Blatt dann später (kann ich aus Spoilergründen leider nicht genauer beschreiben).

Die erste Stunde des Filmes ist daher auch die interessantere, während gegen Ende die ein oder andere Wende kommt, die teilweise aus meiner Sicht einen Tick zu weit hergeholt ist und eben nicht mehr wirklich realistisch erscheint.

Der Regisseur hatte 2 Möglichkeiten: Entweder er inszeniert den Film als Drama oder als Thriller. Er hat sich für ersteres entschieden.

Insgesamt ist der Film daher nicht wirklich spannend geworden hat aber mit Frau Knudsen (die in BORGEN der vielleicht besten Serie aller Zeiten aus Dänemark die Hauptrolle spielte) eine wirklich gute Hauptdarstellerin, die aber auch eine dankbare Rolle hat, während ihr Gegenpart eher aus dem Klischeebuch für Anfänger entnommen wurde.

Fazit: 2/3 des Films sind wirklich gelungen. Auch die Knastaufnahmen und die dortigen Vorgänge sind teilweise sehr intensiv - danach wird es dann teilweise etwas abstrus. Trotzdem gebe ich dem Film eine recht hohe Bewertung, weil mir eben diese Intensität gefallen hat.

6,8







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