Aberglaube und Arschtritt
Von der audiovisuell herausragenden 4K-Veröffentlichung von Vinegar Syndrome aus den Staaten sollte man sich bei „Streghe“ (simpel übersetzt: „Hexen“!) nicht allzu sehr verführen lassen. Bei „Witch Story“ handelt es sich um einen relativ stumpfsinnigen „Ein paar Pärchen fahren in ein verfluchtes Haus und werden dezimiert!“-Film im Fahrwasser der „Night of the Demons“-Trilogie oder eben gar „Tanz der Teufel“…
„Streghe“ aka „Witch Story“ ist einerseits genauso basic wie sein Titel vermuten lässt - andererseits aber auch nicht. Die Figuren fliegen flach, die popkulturellen Zitate und Namedrops sind billig, das Konzept gab’s zu der Zeit oft und wirkliche Highlights sucht man vergebens. Zudem sieht alles nicht gerade attraktiv und kreativ aus - selbst in 4K. Aber trotzdem gibt es zwischendurch immer wieder alptraumhaft-verstörende Sequenzen und genug Gore, sodass man doch noch auf seine Kosten kommt. Einigermaßen. Auf niedrigem Niveau. Und viel besser waren einige der englischsprachigen Vorbilder ja auch nicht. Sie haben's teils nur besser verpackt und vermarktet…
Fazit: schwachbrüstige, kopierende und wenig engagierende Hexenhaushatz… Italien does „Nacht der Dämonen“. Eher blöd und umnachtet. Naja.