American Star ist so ein Film, in dem fast gar nichts passiert und in dem die Zeit förmlich stehen bleibt. Ein Film, der fast auschliesslich von der Präsenz seines Hauptdarstellers lebt und von der Atmosphäre, die durch die gute Kameraarbeit erzeugt wird.
Passieren tut eigentlich kaum etwas. Ein Auftragskiller kommt auf die Ferieninsel und muss warten, bis er seinen Job erledigen kann. Man sitzt am Pool, man geht etwas aus, man spielt mit einem kleinen Jungen. Man verliebt sich, man geht essen, usw. Dann der Job mit tragischem Ausgang und ein sehr künstlerisches Ende. Wenn jemand ein Telefonbuch verfilmt hätte, wäre das vermutlich spannender und handlungsintensiver geworden als dieser kleine B-Film. Wer also auf Action oder Thriller steht, der ist hier falsch am Platz.
Und dennoch, der Film hat trotz aller Längen so eine besondere Atmosphäre, was natürlich auch an Ian McShane liegt, der den ganzen Film alleine trägt. Aber zugegeben, man benötigt schon etwas Sitzfleisch und eine Vorliebe für äußerst langsam erzählte Gangsterdramen.